Waiblingen, 05.10.2013

111-Arten-Korb: Artenschutzaktion im Weinberg Haufler

STIHL unterstützt das Berufsbildungswerk (BBW) Waiblingen im Weinberg

Die Kooperation zwischen Berufsbildungswerk (BBW) Waiblingen und STIHL zur Pflege des „Haufler"-Weinbergs ist vom Regierungspräsidium Stuttgart in die Riege der Projekte des „111-Arten-Korb" aufgenommen worden. Der Stuttgarter Regierungspräsident Johannes Schmalzl kam am 5. Oktober 2013 nach Waiblingen-Neustadt, um die beiden Partner in dem landesweiten Aktionsplan Biologische Vielfalt zu begrüßen. Dabei ließ er es sich nicht nehmen, selbst mit der Motorsense in der Steilhanglage Hand anzulegen: „Man kann sich kaum vorstellen, wie viel harte Arbeit die Pflege dieses Weinbergs bedeutet. Mit dem BBW und STIHL haben sich zwei kompetente Partner gefunden: Der eine verfügt über die Fachkompetenz, die es zum Weinanbau braucht, der andere stellt Geräte her, die man auch in diesem schwierigen Gelände einsetzen kann."

Ursprünglich hatte sich das BBW mit einem Hilferuf an die Stadt Waiblingen gewandt, da die Vegetation des Weinberges den Auszubildenden buchstäblich über den Kopf zu wachsen drohte. Daraufhin erklärten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von STIHL bereit, in einer samstäglichen ehrenamtlichen Aktion die Weinbergterrassen von Gestrüpp und Brombeeren zu befreien. „Aus dieser einmalig geplanten Aktion ist inzwischen eine regelmäßige Zusammenarbeit gewachsen. Wir freuen uns, dass wir einen Beitrag zum Artenschutz in direkter Nachbarschaft zu unseren Werken 1 und 2 leisten können", sagte der STIHL Vorstandsvorsitzende Dr. Bertram Kandziora.

Das BBW pflegt seit dem Jahr 2000 den Waiblinger Weinberg im Gewann „Haufler" am südlichen Ende des Naturschutzgebietes „Unteres Remstal". Für das Projekt erhielt das BBW im Jahr 2008 den Kulturlandschaftspreis des Schwäbischen Heimatbundes und des Sparkassen-Verbandes Baden-Württemberg. Der Geschäftsführer des BBW, Rainer Gaag, erläutert die Motivation: „Der Erhalt einer solch einmaligen Kulturlandschaft ist nur mit der Unterstützung von vielen Menschen und Institutionen möglich. Seit Jahren beteiligt sich die Stadt Waiblingen finanziell an der Instandhaltung der Trockenmauern. Die Kooperation mit STIHL brachte neuen Schwung auch für die Mitarbeiter und Jugendlichen des BBW Waiblingen. Und so wollen wir unseren Beitrag dazu leisten, diese von unseren Vorfahren mühevoll aufgebaute Kulturlandschaft zu erhalten."

Nun gilt es, die Steilterrassen dauerhaft freizuhalten. Viele Tierarten – darunter geschützte wie die Schlingnatter, Zaun- und Mauereidechse sowie Vogelarten wie Neuntöter oder Bluthänfling – bevorzugen die sonnigen Flächen des Weinbergs als Lebensraum. Sie alle sind Arten aus dem 111-Arten-Korb.

Der 111-Arten-Korb ist ein Baustein des Aktionsplanes Biologische Vielfalt der baden-württembergischen Landesregierung. Darin enthalten sind 111 verschiedene Tier- und Pflanzenarten, die auf Hilfe angewiesen sind. Der Aktionsplan wurde 2008 verabschiedet. Die Ziele des 111-Arten-Korbes sind einerseits konkrete Maßnahmen zur Förderung dieser Arten umzusetzen, aber genauso auch das Thema Schutz der biologischen Vielfalt in die Öffentlichkeit zu tragen. Im Rahmen des 111-Arten-Korbs sind deshalb alle gesellschaftlichen Gruppen wie Vereine, Kirchengemeinden, Einzelpersonen etc. sowie auch Wirtschaftsunternehmen, aufgerufen, sich für eine oder mehrere Arten zu engagieren, um die biologische Vielfalt zu fördern. Ganz in diesem Sinne haben sich BBW und STIHL in Waiblingen-Neustadt zur Verbesserung der Lebensraumbedingungen im Weinberg zusammengefunden. Für ihr gemeinsames Kooperationsprojekt erhielten die Firma STIHL und das Berufsbildungswerk je eine von Minister Alexander Bonde unterzeichnete Urkunde des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg stellvertretend von Regierungspräsident Johannes Schmalzl. „Auch ein Weinberg ist Lebensraum. Die offenen Bereiche werden zum Beispiel von Reptilien wie Zauneidechsen zum Jagen und Sonnenbaden genutzt – dokumentiert sind hier auch Schlingnattern. Sie sind auf das offene Gelände angewiesen. Bei der Offenhaltung helfen nun jährlich die motivierten Mitarbeiter von STIHL dem BBW. Die Urkunde soll eine sichtbare Anerkennung für dieses Engagement sein", sagte der Regierungspräsident.

Im Regierungsbezirk Stuttgart beteiligen sich an rund 40 laufenden und abgeschlossenen Artenschutzprojekten ca. 80 verschiedene Projektpartner - darunter zahlreiche Unternehmen wie Kärcher aus Winnenden, WELEDA aus Schwäbisch Gmünd, Zeiss aus Oberkochen und nun auch STIHL in Waiblingen.

Quelle: Gemeinsame Presseinformation von Regierungspräsidium Stuttgart, BBW Waiblingen und STIHL.
Fotos: Gottfried Stoppel

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  • Legten selbst mit der Motorsense in der Steilhanglage Hand an (v.l.n.r.): Waiblingens Oberbürgermeister Andreas Hesky, Regierungspräsident Johannes Schmalzl, BBW-Geschäftsführer Rainer Gaag und STIHL Vorstandsvorsitzender Dr. Bertram Kandziora.
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    Legten selbst mit der Motorsense in der Steilhanglage Hand an (v.l.n.r.): Waiblingens Oberbürgermeister Andreas Hesky, Regierungspräsident Johannes Schmalzl, BBW-Geschäftsführer Rainer Gaag und STIHL Vorstandsvorsitzender Dr. Bertram Kandziora.

  • Übergabe der Urkunde durch Regierungspräsident Johannes Schmalzl (links) an STIHL Vorstandsvorsitzenden Dr. Bertram Kandziora.
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