Baum des Jahres 2007 - Die Wald-Kiefer

Baum des Jahres 2007 - Die Wald-Kiefer

Das Kuratorium "Baum des Jahres" hat die Wald-Kiefer (Pinus sylvestris), die regional auch Kienbaum, Föhre oder Forche genannt wird, zum Baum des Jahres 2007 gewählt. Wurde in den Vorjahren mit der Wahl zum Baum des Jahres meist auf seltene oder bedrohte Baumarten hingewiesen, so ist diesmal - mit einem Anteil von 23 Prozent an der Waldfläche - die zweithäufigste Baumart in Deutschland ausgewählt worden. Mit dieser Entscheidung möchte das Kuratorium auf die "bescheidene Schönheit mit zähem Überlebenswillen" hinweisen und die Bevölkerung auf die natürliche Umgebung der Wald-Kiefer sensibilisieren.

Die Kiefer hat bereits heute einen hohen Anteil an deutscher Waldfläche - in einzelnen Regionen wie in Brandenburg sogar bis 70% - und es wird allgemein zu einer höheren Bedeutung der Wald-Kiefer kommen, da keine andere Baumart mit so wenig Wasser und Erde auskommt. Die heißen und trockenen Sommer 2003 und 2006 hinterließen bei den Wald-Kiefern die geringsten Trockenschäden. Mit fortschreitender Klimaerwärmung und der damit zu erwartenden Ausweitung von trockenen Gebieten wird die Wald-Kiefer besser zurechtkommen als andere einheimische Baumarten. Sie ist zudem sehr gut geeignet für die Ansiedlung in freien oder von z.B. Waldbränden zerstörten Flächen. Die immergrüne Baumart bietet somit auch eine große Chance für den Erhalt eines gemischten einheimischen Waldbestandes. Anzutreffen ist die Wald-Kiefer jedoch nahezu in ganz Europa und Asien, sowohl im tiefsten Norden als auch in südlichen Steppen oder bis in 2.500 m Höhe im Gebirge.

Charakteristika der Wald-Kiefer.
Kiefern können bis zu 500 Jahre alt werden - es sind aber auch schon Fälle bis zu 1000 Jahre dokumentiert worden. Mit bis zu 50 Metern überragt die Wald-Kiefer im heimischen Mischwald meist die weiteren Baumarten. In extremen Standorten zeigt sich jedoch der Überlebenswille und selbst ältere Kiefern können auf einer Wuchshöhe von knapp einem halben Meter verharren. Bei dichtem Bewuchs bleiben die Kronen meist schlank, in unwirtlichen Standorten werden die Bäume krummstämmiger und die Kronen unregelmäßiger. In Küstengebieten oder im Gebirge, in denen steter Wind- und Sturmeinfluss herrscht ist der windflüchtige Kronenansatz der Wald-Kiefern charakteristisch.

In mittlerem Alter entwickelt die Kiefer unterhalb der Krone eine orangefarbene bis rote Rinde, die in höherem Alter immer dicker und schließlich am unteren Stammabschnitt braungrau wird und schuppig aufreißt. Zur Erkennung und zur Unterscheidung von Fichten eignen sich die 4-8 cm langen, blau- oder graugrünen Nadeln. Sie stehen immer zu zweit an den kurzen, unterentwickelten seitlichen Kurztrieben.

Holzverwendung und Bedeutung
Wie die meisten Baumarten wächst die Wald-Kiefer bei guten Bodenverhältnissen und reichlichem Wasserangebot am besten. Auf unwirtlichen Böden wie Sand- und Felsböden oder auch in Moornähe, ist sie jedoch den anderen Baumarten überlegen und kann sich gegen die Konkurrenz besser durchsetzen. Aufgrund ihrer robusten und genügsamen Art gehört die Wald-Kiefer damit zu den sogenannten Pionierbaumarten. Kann sich die Kiefer auf Grund ihrer Konkurrenzstärke durchsetzen, so können großflächig gleichaltrige Wald-Kiefer-Bestände entstehen, die aber langfristig von der Natur wieder verdrängt werden. Auch als Nutzpflanze wird die Wald-Kiefer geschätzt. In der Forstwirtschaft werden Kiefern meist in einem Alter zwischen 80 und 140 Jahren gefällt. Klassische Verwendung liefert Kiefernholz meist für Möbel, wird aber auch gern als Konstruktionsholz im Innen- sowie Außenbereich, z.B. Türen, Fußböden und Treppen verwendet. Kiefernholzextrakte werden gerne aufgrund ihres angenehmen Dufts in Badezusätzen, Saunaaufgüssen, Duft- oder Massageölen eingesetzt, sowie zur Desinfektion oder zur Heilung von z.B. Atemwegserkrankungen im Winter.

(Quelle „Kuratorium Baum des Jahres)

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