Baum des Jahres 2008 - Der Walnuss-Baum

Baum des Jahres 2008 - Der Walnuss-Baum

Die Walnuss (Juglans regia L.) ist vom Kuratorium "Baum des Jahres" zum Baum des Jahres 2008 gewählt worden. Das Kuratorium möchte damit auf die Lage des Nussbaums hinweisen. In Deutschland ist der Bestand der Walnuss durch Übernutzung und fehlende Nachpflanzung stark zurückgegangen - in der Schweiz, in den letzten 50 Jahren sogar um 75 %.

Charakteristika

Der Walnussbaum bietet sowohl edelstes Holz als auch beste Nüsse. Durch die silbrige Rinde und seinen knorrigen Wuchs besitzt der Baum zudem einen ganz besonderen Charakter. Da seine Blätter erst spät im Mai austreiben und früh im Herbst wieder abfallen, ist der Walnussbaum ein gern gewählter typischer Hausbaum: Im Frühjahr wirft er erst Schatten, wenn man ihn sich wünscht, und im Herbst lässt er die schwächer werdende Sonne wieder durch seine dann blattlose Krone hindurch scheinen. Wie andere Nussbäume entwickelt die Walnuss eine kugelförmige Krone mit 20 und mehr Wipfeltrieben. In der Jugend kann die Walnuss bis zu 1 bis 2 m pro Jahr wachsen. Die maximale Höhe beträgt im Schnitt 20 Meter im Freistand, im Bestand 25 bis 30 Meter. Die Walnuss erreicht ein Höchstalter von etwa 150 Jahren - selten mehr.

Vorkommen

Die Walnuss kommt im Einzelstand am besten zur Geltung. In Deutschland ist der Nussbaum im ländlichen Siedlungsraum und in Weinbaugebieten, nur selten im Wald zu finden. Nennenswerte forstliche Bestände gibt es im Südwesten Deutschlands sowie in Frankreich und in der Schweiz. Nussbäume benötigen Weinbauklima und lieben Umgebungen mit einer gewissen Wärmesumme im Sommer. Vom Klimawandel wird die Walnuss, wie auch die Kiefer, der Baum des Jahres 2007, daher vermutlich profitieren. Ursprünglich stammt der Nussbaum aus Südosteuropa und Vorder- und Mittelasien. Vor und zwischen den Eiszeiten war er auch in Mitteleuropa heimisch. Der Baum wurde einst durch die Römer in weiten Teilen Süd-, West- und Mitteleuropas eingebürgert. Angebaut wird er heute auf der gesamten Nordhalbkugel in der gemäßigten Zone, auch in China und Nordamerika, dort vor allem in Kalifornien.

Holzverwendung und Bedeutung
Das schwere Holz des Walnussbaums weist einen breiten graubraunen bis tief schwarzbraunen Farbkern auf. Das wertvolle Holz wird insbesondere von Künstlern gerne genutzt. Es findet Verwendung für Furniere, Möbel, Innenausstattungen und kleine Gebrauchsgegenstände. Auch Uhrengehäuse, Musikinstrumente, Parkett, Schachfiguren und Drechslerwaren aus Walnussholz sind beliebt. Nussbaumholz ist charakteristisch für viele Biedermeiermöbel. Es eignet sich zudem auch als Ersatz für Tropenholz wie Palisander. Da die Tropenholzbestände weiter abnehmen, wird die Bedeutung des Walnussholzes sicherlich weiter zunehmen.

Noch wichtiger als das Holz, sind für die Nutzung jedoch die Nüsse. Der Anbau von Nüssen wird seit rund 2.000 Jahren betrieben und erbrachte im Jahr 2005 einen beeindruckenden Ertrag von etwa 1,5 Millionen Tonnen. Die bis zu 150 Kilogramm Nüsse, die ein Baum in einem Jahr produzieren kann finden sich nicht nur auf dem Weinachtsteller, sondern können in vielfältigsten Bereichen genutzt werden.
Walnüsse sind wegen ihrer Nähr- und Inhaltsstoffe einmalig: Sie enthalten etwa 60 % Fett, 20 % Eiweiß, viel Vitamin B1 und C, Spuren von Vitamin B2, A und E sowie reichlich Mineralstoffe (u.a. Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium, Phosphor). Aus den Walnüssen wird neben hochwertigsten Ölen auch der "Nussgeist" - ein Nusslikör - hergestellt. Die Inhaltsstoffe der Walnüsse gelten als blutreinigend, nervenstärkend, schweißregulierend, Leistung steigernd und Konzentration fördernd.

(Quelle „Kuratorium Baum des Jahres)

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