Baum des Jahres 2012 - Die Europäische Lärche

Baum des Jahres 2012 - Die Europäische Lärche

Baum des Jahres 2012 ist die Europäische Lärche, Larix decidua. Das Wort Lärche stammt direkt aus dem lateinischen larix. Das wissenschaftliche Beiwort decidua bedeutet 'laubabwerfend'. Eine exakte Erklärung, warum die Lärche die Nadeln abwirft, gibt es nicht. Aber sicher ist es von Vorteil, wenn es im Verbreitungsgebiet einer Baumart entweder extrem kalt oder extrem trocken werden kann. Und genau das ist bei der Europäischen Lärche der Fall. Denn sie kommt vor allem in Arealen mit kontinentalem Klima vor, in welchen die Sommer relativ heiß und trocken und die Winter sehr kalt werden können.

Vorkommen
Die Europäische Lärche ist eigentlich ein Baum des Hochgebirges (Karpaten, Alpen). Sie wird dort zur dominierenden Baumart. Sie erscheint in Höhenlagen von 2500 m und mehr. Kaum eine andere Baumart ist so frosthart wie die Lärche. Heute findet man diese filigrane Nadelbaumart auch in Mittelgebirgen und im Flachland.

Ökologische Bedeutung
Die laubabwerfende Larix dicudia zeigt sich gegenüber den meisten Immissionen relativ tolerant und wurde nach neuesten Untersuchungen mit 30 Baumarten in England zum Nadelbaum mit dem höchsten Potenzial zur Verbesserung der Luftqualität in Städten auserwählt. Sie ist lediglich etwas ozonempfindlich. Die vermehrte Bepflanzung in städtischen Räumen wäre somit sehr wünschenswert.
(lt.Text A. Roloff)

Charakteristika
Die waagerecht vom Stamm abstehenden Äste verlaufen an der Spitze charakteristisch bogenförmig nach oben, die Zweigspitzen sind alle aufgerichtet. Von diesen Hauptästen hängen die Feinzweige senkrecht herab, was die Lärchenkrone leicht und filigran erscheinen lässt und damit deutlich von vielen anderen Nadelbaumarten unterscheidet. Die Lärche bildet Kurz- und Langtriebe. An den sehr früh ergrünenden vielen Kurztrieben stehen bis zu 50 Nadeln dicht gedrängt im Büschel zusammen. Die Langtriebe hingegen erscheinen erst 4 Wochen später und wachsen dann bis zum Spätsommer immer weiter.

Silser Kugeln
Sils ist ein kleiner Ort bei St. Moritz im Oberengadin/Schweiz in den Alpen. Dort kommt es im Herbst zu einem interessanten Phänomen, den Silser Kugeln. Es handelt sich um Bälle aus Lärchennadeln. Die Lärchennadeln werden dort im Herbst, wenn sie von den ufernahen Bäumen ins Wasser gefallen oder geweht worden sind, vom ständigen Talwind ans Ufer getrieben, dort zunächst zu Bällchen und dann durch ständiges Hin- und Herrollen zu Kugeln bis Fußballgröße geformt.

(zitiert nach Prof. Wodarz, „Baum des Jahres")

Europäische Lärche

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