Baum des Jahres 2013 - Der Wildapfel

Baum des Jahres 2013 - Der Wildapfel

Baum des Jahres 2013 ist der Wildapfel, Malus sylvestris. Die auch Holzapfel genannte Wildform unseres kultivierten Apfelbaums ist sehr selten zu finden. Die Kulturgeschichte des Apfelbaumes reicht mindestens 2.000 Jahre zurück und waren bereits bei den alten Römern als Kultur-Äpfel dokumentiert. Allerdings gingen sie von asiatischen Wildarten aus, nicht vom europäischen Wild-Apfel, und bis heute hat nur eine moderate Durchmischung der Gene zwischen Wild- und Kultur-Apfel stattgefunden, die Bastardisierung ist also begrenzt.

Vorkommen und Erscheinungsbild
Das natürliche Areal des Wild-Apfels erstreckt sich über fast ganz Europa bis auf Nordskandinavien, Nordrussland und Teile Spaniens und Griechenlands. Obwohl sein Verbreitungsgebiet ziemlich groß ist, findet man ihn selten, da er so konkurrenzschwach gegenüber anderen Waldbaumarten ist und deshalb meist untergeht. Daher begegnet man ihm am ehesten einzeln oder in Kleinstgruppen an Waldrändern und in Ecken des Waldes, die nicht vollflächig bewirtschaftet werden.

Die Baumhöhe erreicht selten 10 m, häufig bleibt der Wild-Apfel auch nur ein Strauch. Das Höchstalter ist wohl etwa 100 Jahre. Wild-Äpfel treiben sehr gut aus dem Stock wieder aus, wenn der Baum abgesägt wurde oder abgestorben ist. Alte Apfelbäume können Stammdicken (Durchmesser in Brusthöhe) von etwas mehr als 50 cm, ausnahmsweise fast einem Meter erreichen.

Wildapfel-Bäume erkennen
Der echte Wild-Apfel ist ziemlich selten. Auch in der freien Natur findet man oft verwilderte Kulturapfelbäume. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal sind seine Früchte. Wilddäpfel sind kugelförmig, höchstens 3 cm dick, grün oder gelbgrün und haben keine roten Backen. Die Blüten sind höchstens spärlich behaart. Die rundlichen bis eiförmigen Blätter sind kahl. Auch die Langtriebe sind kahl, d.h. unbehaart. Am Stamm sind häufig vertrocknete dornenähnliche Triebe vorhanden.
 Am Habitus eines Apfelbaumes fällt auf, dass er meist eine breitere als hohe Krone hat und die Zweige seitlich gebogen filigran ausschwingen. Beim Wild-Apfel stehen sie aufrechter, und wenn er sich im Wald oder am Waldrand zum Licht recken muss, entwickelt er schlankere und aufrechtere Kronen als der Kultur-Apfel. An die Nährstoffe des Bodens hat der Wild-Apfel keine besonderen Ansprüche (im Unterschied zum Kultur-Apfel), auch mit Trockenheit kommt er einigermaßen zurecht; der Kultur-Apfel hingegen benötigt eine bessere Wasserversorgung, denn er soll ja für uns die viel größeren Früchte produzieren – daher ist eines der Hauptanbaugebiete des Kultur-Apfels das „Alte Land" westlich von Hamburg, elbnah mit hoch anstehendem Grundwasser. Der Wild-Apfel dagegen kommt sogar auf Felsschutt und sonnigen Abhängen vor. Auch Winterfröste bis -25° sind für ihn kein Problem.

Sehr selten: Das Holz des Wild-Apfels
Wildapfel-Holz irgendwo zu kaufen oder zu bekommen ist extrem schwierig bis unmöglich. Das Holz des Apfelbaumes spielt aufgrund der geringen Mengen und der kurzen, dünnen und krummen Stämme keine Rolle für die wirtschaftliche Nutzung, ist aber wegen seines rötlich-braunen Kernes bei Kunsttischlern und Drechslern begehrt und gesucht. Es ist hart und schwer und wurde daher früher z.B. für Zahnräder von Uhren und Holzschrauben verwendet.

(zitiert nach Prof. Roloff, „Baum des Jahres")

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