Baum des Jahres 2015 - Der Feld-Ahorn

Baum des Jahres 2015 - Der Feld-Ahorn

Baum des Jahres 2015 ist der Feld-Ahorn, Acer campestre. Wenn man dem Feld-Ahorn „im Feld" in einer Hecke oder einem Knick begegnet, könnte man auf den Gedanken kommen, dass das überhaupt kein Baum ist. Am Habitus des Feld-Ahorns fällt zunächst auf, dass er langsamer wächst als viele andere Baumarten und relativ klein und „knorrig" bleibt. 20 m Baumhöhe werden selten und erst nach langer Zeit erreicht. Zudem wächst er meist mehrstämmig oder strauchförmig. Häufig treten kleine Gruppen des Feld-Ahorns auf, die entweder aus verschiedenen Samen entstanden sind oder aus einem Baum mit mehreren Stämmen bestehen.

Verbreitungsgebiete
Das Heimatareal des Feld-Ahorns ist Mittel- und Südeuropa und zieht sich bis nach Sizilien und zum Kaspischen Meer. Die Eiszeiten hat er an den Südwestalpen überdauert und sich von dort mit etwa 100 m pro Jahr wieder bis zu uns vorangearbeitet. In NW-Deutschland fehlt er von Natur aus, wie auch Berg- und Spitz-Ahorn, ist aber dort vom Menschen seit längerem verbreitet worden. Er bevorzugt sommerwarme Standorte, kommt gerne auch in Weinbaugebieten vor und steigt nur selten auf über 800 m Meereshöhe. Mit kalten Wintern hat er aber auch kein Problem (bis -30° C).
In den Roten Listen wird sein Vorkommen in Brandenburg und Berlin als gefährdet eingestuft. In einem groß angelegten und 2013 abgeschlossenen Bundesprojekt zur Erfassung und Förderung seltener Baumarten wurden in Deutschland 1,3 Mio. Feld-Ahorne gefunden und kartiert.

Lebensraum
Der Feld-Ahorn wächst im Wald nur an Rändern oder unter lichten Altbäumen wie Eichen und Birken. Ideal sind Gebüsche und Hecken außerhalb des Waldes mit Sträuchern, wie z.B. Haselnuss, Hartriegel oder Felsenkirsche. Dort fühlt er sich richtig wohl und entwickelt die schönsten Exemplare, da er ja höher wächst als andere Sträucher. Der Feld-Ahorn wird zu den Baumarten der Steppengehölze und Trockenwäldern
gerechnet.

Die hohe Trockenheitstoleranz erreicht er durch seine Blattbehaarung, gelappte und kleine Blätter, eine besonders ausgeprägte
Wachsschicht auf der mattglänzenden Blattoberseite, starke Korkbildung der Rinde an jungen Zweigen und kleine Wasserleitungsgefäßen im Holz. Seine Überflutungstoleranz beträgt 4-6 Wochen, daher auch seine Verbreitung in Auenwäldern. In der Jugend ist der Feld-Ahorn schattentolerant, braucht dann aber ähnlich den Eichen bald eine freie Krone, sonst kümmert er.

Feld-Ahorn hat seine Vorzüge
Das Holz ist schwer zu bekommen, teuer und lässt sich wegen der geringen Dimensionen meist nur für kleinere Objekte verwenden. Es ist hart und schwer, hellrötlich, etwas dunkler als Berg-Ahornholz und am Stammfuß oft gemasert und daher attraktiv für kleine Gegenstände. So können daraus z.B. kleine Trinkbecher ähnlich den Birkenholz-Kuksas in Finnland oder traumhafte Pfeifenköpfe geschnitzt werden. Kenner unterscheiden sein Holz von dem des Berg-Ahorns an den schmaleren Holzstrahlen und häufigen kleinen Markflecken. Zudem ist es ein beliebtes Brennholz auf Grund seines hohen Heizwertes.

Beliebte Heckenpflanze
Der Feld-Ahorn ist eine beliebte Heckenpflanze, da schnittverträglich und kleinblättrig. Zudem lässt er sich wegen seiner Kleinblättrigkeit und Schnittverträglichkeit sehr gut zu Formgehölzen schneiden, z.B. für Labyrinthe oder Baumskulpturen. In der Ingenieurbiologie wird er gerne zur Böschungsbefestigung und Randstreifen-/Schallschutzwall-Begrünung verwendet.

Blätter als Sauerkraut-Ersatz
Die jungen Blätter waren früher in Notzeiten zeitweise Sauerkraut-Ersatz, soll heißen: sie schmecken, auch als Salatbestandteil. Bis heute dienen die Blätter aber als beliebtes Viehfutter. Der zweite deutsche Name „Maßholder" dürfte wohl auf seine Größe zurückzuführen und als "kleiner Baum" zu interpretieren sein. Der Feld-Ahorn gilt als die am besten geeignete heimische Bonsai-Baumart. Für schöne kleine Blätter und einen kompakten Habitus sollte er dann in voller Sonne stehen.

(zitiert nach Prof. Roloff, „Baum des Jahres")

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