Waiblingen, 24.04.2007

STIHL übertrifft Umsatzschwelle von 2 Milliarden Euro

Im Jahr 2006 hat die STIHL Gruppe erstmals die zwei Milliarden Euro Umsatzmarke übertroffen. Der Gruppenumsatz wuchs hauptsächlich aufgrund höherer Absätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,4 Prozent auf 2.019 Millionen Euro. Von Währungsschwankungen ging nur ein leicht positiver Einfluss aus. Dr. Bertram Kandziora, Vorstandsvorsitzender der STIHL AG, am 24. April 2007 bei der Bilanzpressekonferenz: „Im Jahr unseres 80-jährigen Firmenjubiläums ist diese Rekordmarke ein bedeutender Erfolg der weltweiten STIHL-Mannschaft. Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für diese gemeinsame und herausragende Leistung".

Nach wie vor hoher Auslandsanteil am Umsatz
Der Auslandsanteil am Umsatz lag erneut bei rund 88 Prozent. Bei den Motorsägen konnten in einigen großen Absatzmärkten hohe, häufig sogar zweistellige Zuwachsraten verzeichnet werden. Spitzenreiter waren Länder in Osteuropa sowie Frankreich und Kanada. Auch im deutschen Markt erzielte STIHL deutliche Zuwachsraten. Bei den Motorgeräten legte STIHL vor allem in Südwesteuropa, Lateinamerika und Nordamerika überdurchschnittlich zu. Rund ein Drittel des Gesamtumsatzes entfiel auf den Euroraum und 44 Prozent auf die EU insgesamt. In Stückzahlen gerechnet sind in der STIHL Gruppe im Jahr 2006 mehr Motorsägen als Motorgeräte abgesetzt worden, nachdem in den vergangenen Jahren die Motorgeräte vorne lagen.

STIHL setzt auf neue Technologien
Die Produktpalette am Markt konnte 2006 mit 21 neuen Produkten und Produktvarianten deutlich erweitert werden. Zahlreiche Neuheiten, wie die weltweit erste Motorsäge mit elektronisch geregeltem Vergaser, kamen auf den Markt. Auf die neue Abgasgesetzgebung der Europäischen Union, die 2008 in Kraft treten wird, hat sich das Unternehmen mit einer breiten Produktpalette emissionsreduzierter Maschinen vorbereitet.

Produktion teilweise an Kapazitätsgrenze
Infolge der höheren Absätze stieg die Produktion von Motorsägen, Motorgeräten, Schienen und Ketten. In manchen Bereichen wurde an der Kapazitätsgrenze gearbeitet. Die höhere Produktion führte in Deutschland und weltweit zu einem Beschäftigungsaufbau. In der Unternehmensgruppe nahm die Zahl der Beschäftigten im vergangenen Jahr um 10,2 Prozent auf 9.449 zum Stichtag 31. Dezember 2006 zu. Dies entspricht 873  neuen Arbeitsplätzen.

Investitionen nochmals gestiegen
Im Jahr 2006 belief sich das Investitionsvolumen in der Gruppe auf 164 Millionen Euro (2005: 138 Millionen Euro). Davon entfielen 22 Prozent auf das deutsche Stammhaus und 78 Prozent auf die Verbundenen Unternehmen im In- und Ausland. Investitionsschwerpunkt war die Produktion, so Dr. Kandziora: „Knapp 90 Prozent der Investitionen entfielen auf die Produktionsgesellschaften. Die Mittel dienten insbesondere der Erweiterung und Modernisierung von Fertigungsanlagen und Produktionsgebäuden." Nahezu alle Investitionen wurden mit eigenen liquiden Mitteln finanziert.

STIHL stärkt Standortverbund und weltweites Vertriebsnetz
Das Schweizer Werk erwarb im Kanton Sankt Gallen ein neues Grundstück, auf dem am 30. März 2007 mit dem Bau einer zweiten Fabrik für die Kettenfertigung begonnen wurde. In den USA wurde ein neues Gebäude für das Rohmateriallager fertig gestellt und mit dem Bau einer Schienenfertigung begonnen. Brasilien investierte in den Ausbau der Zylinderfertigung. In China wurde am Standort Qingdao das neue Produktionswerk fertig gestellt und im Herbst 2006 mit der Produktion begonnen. Ein Gebäudeanbau zur Kapazitätserweiterung wird derzeit bei VIKING in Österreich errichtet. Die Vertriebsgesellschaften in Australien und Bulgarien bezogen neue Firmengebäude, Kanada erweiterte baulich die Lagerkapazitäten. Die deutsche Vertriebszentrale in Dieburg erwarb weitere Grundstücke, um in den nächsten Jahren die Logistik dem Firmenwachstum anpassen zu können.

Auch Stammhaus auf Wachstumskurs
Der Umsatz im Stammhaus, also die sieben produzierenden Werke der ANDREAS STIHL AG & Co. KG in Deutschland, stieg um 10,9 Prozent auf 869 Millionen Euro. Hier war insbesondere die Schienenfertigung sehr stark ausgelastet. Der Personalstand im Stammhaus nahm um 3,5 Prozent auf 3.788 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu. Die meisten der 127 neuen Arbeitsplätze entstanden am Stammsitz in Waiblingen. Zum Stichtag 31. Dezember 2006 arbeiteten von der Stammhausbelegschaft 2.842 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Waiblingen, 298 in Ludwigsburg, 584 in Prüm-Weinsheim sowie 64 in Wiechs am Randen.

Ausbildung auf hohem Niveau
In den letzten Jahren wurde die Zahl der Auszubildenden im Stammhaus stark erhöht und wuchs von 127 im Jahre 1996 auf 215 Ende 2006. 64 Auszubildende wurden im vergangenen Jahr neu eingestellt. Alle interessierten und geeigneten Auszubildenden konnten übernommen werden.

Wachstum für 2007 geplant
STIHL erwartet auch für das laufende Jahr weiteres Wachstum. Der Vorstandsvorsitzende warnte jedoch vor den negativen Folgen eines zu hohen Tarifabschlusses, der die gute Konjunktur der Metall- und Elektrobranche gefährden könne. „Mit einer Konjunkturkomponente beim Tarifvertrag können die Belegschaften an der guten wirtschaftlichen Situation beteiligt werden, ohne langfristig die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu gefährden", so Dr. Kandziora. Damit könne der Aufschwung gestützt und Beschäftigung gefördert werden.


Unternehmensportrait
Die STIHL Gruppe entwickelt, fertigt und vertreibt motorbetriebene Geräte für die Forstwirtschaft und Landschaftspflege sowie die Bauwirtschaft. Ergänzt wird die Produktpalette durch das Gartengerätesortiment von VIKING. Die Produkte werden grundsätzlich über den servicegebenden Fachhandel vertrieben – mit 32 eigenen Vertriebsgesellschaften, mehr als 120 Importeuren und rund 35.000 Fachhändlern in über 160 Ländern. STIHL ist seit 1971 die meistverkaufte Motorsägenmarke weltweit. Das Unternehmen wurde 1926 gegründet und hat seinen Stammsitz in Waiblingen bei Stuttgart.

(Bei Abdruck Belegexemplar erbeten)

Bildtext:
Bild 1: Dr. Bertram Kandziora, Vorstandsvorsitzender und Vorstand Produktion und Materialwirtschaft, präsentierte Zahlen und Fakten zum Geschäftsjahr 2006
Bild 2: Ein Montagearbeitsplatz bei STIHL an einer Linienstruktur. Hier wird der Trennschleifer TS 700 gefertigt.

Foto: STIHL (Abdruck honorarfrei/Belegexemplar erbeten)

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