Hohe Hecken schneiden

Unsere Anleitung zeigt, wie Sie in nur 5 Schritten hohe Hecken schneiden – mit praktischen Tipps zu Werkzeug und Technik.

Übersicht: Hohe Hecken schneiden

  • Hohe Hecken mindestens ein bis zwei Mal im Jahr schneiden, damit sie dicht und gepflegt bleiben
  • Akku-Heckenschneider mit großer Reichweite und nach Bedarf eine Leiter verwenden
  • Schneideverbot zwischen dem 1. März und dem 30. September beachten
  • Erst die Seiten nach oben verjüngt schneiden, dann mit umgeklappter Heckenschere die Heckenkrone schneiden

Warum hohe Hecken schneiden? 

Mindestens ein bis zwei Mal pro Jahr sollten Sie Hecken schneiden, damit sie dicht und gepflegt bleiben – egal, ob Sie eine Thujahecke, Eibenhecke, Buchenhecke oder eine Ligusterhecke schneiden. Ohne Schnitt werden sie zu hoch, zu breit und wuchern auseinander. Dann bieten sie auch keinen ausreichenden Sichtschutz mehr.

Wann hohe Hecken schneiden?

Leichte Pflegeschnitte sind nur dann gestattet, wenn keine Vögel in der Hecke nisten. Der Naturschutzbund NABU empfiehlt darüber hinaus, solche Pflegeschnitte nicht in der Hauptbrutzeit zwischen März und Juni durchzuführen.

Ein Mann durchsucht eine dicht wachsende Hecke auf Vogelnester

Ein geeigneter Zeitpunkt für einen schonenden Korrektur- oder Schönheitsschnitt von hohen Hecken ist Ende Juni rund um den Johannistag. Heckenpflanzen radikal zu schneiden oder auf den Stock zu setzen, ist während dieser Zeit allerdings verboten.

Um Vögel und andere Tiere weder beim Nestbau noch während der Brutzeit zu stören, gilt in Deutschland ein Schneideverbot vom 1. März bis einschließlich 30. September.

Frau mit Schutzbrille und Handschuhen schneidet mit einem STIHL Heckenschneider eine Hecke

Wann darf man Hecken schneiden?

Das Bundesnaturschutzgesetz regelt genau, wann man Hecken schneiden darf und wann starke Rückschnitte verboten sind. In diesem Ratgeber erfahren Sie, von wann bis wann Sie Hecken schneiden dürfen und welche Bußgelder bei Verstößen drohen.

Vorsicht vor giftigen Hecken

Einige Sträucher und Hecken sind giftig. Da besonders die Samen in den leuchtend roten Eibenbeeren giftig sind, eignet sich die Eibe nicht für Haushalte, zu denen Kinder oder Haustiere gehören.

Die geschnittenen Triebe von Thuja, Lorbeerkirsche und Zypresse sollten Sie nur mit Handschuhen anfassen. 

Auch bei Liguster und Buchsbaum ist eine gewisse Vorsicht geboten. Achten Sie deshalb bei der Gestaltung und Pflege Ihrer Hecke auf das Tragen der passenden Schutzkleidung. 

Hohe Hecken schneiden: Vorbereitung 

Eine gründliche Vorbereitung ermöglicht einen sicheren und sauberen Heckenschnitt – nehmen Sie sich also genügend Zeit dafür. Überprüfen Sie außerdem vor jedem Heckenschnitt, ob Vögel in der Hecke Nester haben.

Material

Um hohe Hecken zu schneiden, sollten Sie sich zunächst das passende Material und Werkzeug bereitlegen. Wenn Sie hohe Hecken schneiden, erreichen Sie mit einem STIHL Heckenschneider wie dem Akku-Heckenschneider STIHL HLA 56 selbst hohe, lange oder überbreite Hecken. Der optimale Winkel lässt sich komfortabel am Messerbalken einstellen, der bis zu 145 Grad drehbar ist.

Ein Mann vor einer Hecke legt einen Akku-Heckenschneider STIHL HLA 56 auf dem Rasen ab
Vor der Arbeit wird das nötige Werkzeug bereitgelegt.

Anleitung: Wie Sie hohe Hecken schneiden 

Um hohe, dicke oder breite Hecken zu schneiden, kommt es auf die richtige Technik an – wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie dabei vorgehen können.

Wie Sie Schnittgut richtig entsorgen 

Wenn Sie hohe Hecken schneiden, sollten Sie nach getaner Arbeit das Schnittgut fachgerecht entsorgen. Fegen Sie dazu sämtliche Schnittreste mit dem Laubrechen zu kleinen Haufen entlang der Hecke zusammen.

Ein Mann mit Gehörschutz häckselt den Heckenschnitt

Gehäckseltes Schnittgut wird entsorgt oder weiterverwendet.

Holen Sie den Häcksler, um das Schnittgut vor Ort richtig zu häckseln. Einen Teil des gehäckselten Schnittguts können Sie nun mit dem Laubrechen zum richtigen Mulchen unter der Hecke verteilen. Um Ihre Gartenabfälle richtig zu entsorgen, können Sie das Schnittgut auch ohne Häckseln zur Deponie bringen oder gehäckselt kompostieren.

Vergessen Sie nicht, Ihre Hecke zu düngen und Heckenkrankheiten zu erkennen und zu behandeln – so steht einer dichten, gepflegten hohen Hecke nichts mehr im Weg.

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