Staubklassen: Stäube richtig erkennen für mehr Schutz am Arbeitsplatz

Wie gefährlich Staub ist, wie Sie sich schützen und welche Förderung für Bau-Entstauber möglich ist, erfahren Sie hier.

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Staubklassen erkennen für eine gesündere Arbeitsumgebung

Egal ob bei Schreinerarbeiten, während des Heizungsbaus oder bei der Sanierung: Wo gearbeitet wird, bleibt Dreck und Staub nicht aus. Der anfallende Staub unterscheidet sich je nach Arbeitsumgebung in Beschaffenheit und Schädlichkeit für Mensch und Umwelt. Um die verschiedenen Stäube zu identifizieren und ihnen effektiv entgegenzuwirken, werden sie in Staubklassen eingeteilt. Die Staubklassen geben Auskunft über die Schädlichkeit des jeweiligen Staubs und sorgen so für eine gute Orientierung hinsichtlich der Frage, welcher Staubsauger  zu welchen Staubklassen passt.

Die drei Staubklassen

Insgesamt gibt es drei verschiedene Staubklassen – Staubklasse L, Staubklasse M und Staubklasse H. Und so unterscheiden sie sich voneinander:

Mann saugt den den Boden einer Garage mit dem STIHL Nass- und Trockensauger SE 62 E

Staubklasse L: leicht gefährliche Stäube

Staubklasse L umfasst Hausstaub und Stäube wie Sand, Gips, Kalk. Diese Stäube fallen beispielsweise bei der Gebäudereinigung an.

Mann nutzt STIHL Nass- und Trockensauger SE 133 ME in einer Werkstatt bei der Arbeit mit Holzbrettern

Staubklasse M: mittel gefährliche Stäube

Staubklasse M ist von der Gesundheitsgefährdung her die mittlere der Staubklassen – sie beinhaltet Holz- und Metallstäube sowie Lackpartikel. Diese Stäube fallen zum Beispiel in Schreinereien, Malerbetrieben oder in Schlossereien an.

Mann nutzt STIHL Nass- und Trockensauger SE 133 ME bei der Arbeit mit einem STIHL Trennschleifer TSA 230

Staubklasse H: hoch gefährliche Stäube

Staubklasse H ist auf dem Risikospektrum der Staubklassen ganz oben angesiedelt – Stäube dieser Staubklasse sind stark gesundheitsgefährdend und krebserregend wie zum Beispiel Asbest, Schimmelsporen, Bleistaub und Mineralfasern. Aber auch Mehlstaub und unterschiedliche Arten von Mineralfasern werden in die Staubklasse H eingeteilt. Diese Stäube fallen zum Beispiel in Bäckereien, beim Heizungsbau oder bei Asbestsanierungen an. Genauso übrigens wie beim Absaugen von Nestern und Raupen des Eichenprozessionsspinners.

Auf welche Staubklassen trifft man an welchem Arbeitsplatz?

Wenn Sie sich unsicher sind, welcher Staub an Ihrem Arbeitsplatz vorkommt, dann können Sie sich in der folgenden Tabelle einen ersten Überblick verschaffen, um die jeweiligen Staubklassen besser einzuschätzen. Manchmal hat man es übrigens mit einer Kombination aus verschiedenen Staubklassen zu tun: So kann ein Dachdecker an einem Arbeitstag sowohl auf Hausstaub (Staubklasse L) als auch auf Holzstaub (Staubklasse M) und Asbeststaub (Staubklasse H) treffen.

Ausgewählte Berufszweige Mögliche Staubklassen
Schreinerei, Tischlerei, Fensterbau M, H
Modellbau L, M, H
Schlosserei M, H
Betonbau und Maurerarbeiten H
Dachdeckerarbeiten L, M, H
Elektroarbeiten L, M, H
Malerarbeiten L, M, H
Asbestsanieren H
Trockenbau H
Behälterbau H
KFZ-Mechanik/-Mechatronik, Karosseriebau M, H
Schornsteinfegen L, M, H
Heizungsbau M, H
Ofenbau H
Servicetechnik für Bürogeräte M, H
Gebäudereinigung (Unterhaltsreinigung) L
Gebäudereinigung (Bauendreinigung) H
Industriereinigung L, M, H
Bäckerei L, M
Steinhauerei/Steinmetzarbeiten H

Je nachdem, welcher Staubklasse Sie häufig ausgesetzt sind, kann Ihre Gesundheit beeinträchtigt werden. Um dieses Risiko zu minimieren sowie zum Schutz der Umwelt, sollte unbedingt ein professioneller Sauger mit einem entsprechenden Staubfilter gewählt werden.

Der richtige Staubsauger für Ihren Arbeitsplatz: Unterschiede zwischen Industriestaubsauger und Entstauber.

 Je nach Staubklasse braucht man unterschiedliche Staubsauger. Bei Nass- und Trockensaugern unterscheidet man zwischen zwei Typen: Industriestaubsauger und Entstauber.

Industriestaubsauger

 Für die Staubklasse L bieten wir mit den Modellen STIHL SE 62, SE 62E, SE 122 und SE 122E zertifizierte Industriestaubsauger, die sich perfekt für den Einsatz bei der ungefährlichsten der Staubklassen eignen.

Entstauber

Entstauber beseitigen einen Großteil von Staub und Schmutz der Klasse M und Klasse L bereits direkt beim Entstehen, da diese an das Arbeitsgerät, z. B. einem Trennschleifer, direkt angeschlossen werden können. Entstauber sind mit einer Warneinrichtung ausgestattet, die eine optische oder akustische Warnung ausgibt, wenn eine erhöhte Staubbelastung für den Anwender besteht. Für die Staubklasse M führt STIHL beispielsweise den zertifizierten Nass- und Trockensauger STIHL SE 133 ME.  Er eignet sich für den Einsatz bei hoher Staubbelastung und verfügt über eine automatische Filterreinigung, die eine dauerhaft hohe Saugkraft gewährleistet. Der perfekte Werkstattsauger der Klasse M also.

Staubklassen-Schutz, jetzt bezuschusst

Die auf die jeweiligen Staubklassen abgestimmten Nass- und Trockensauger von STIHL reduzieren das gesundheitliche Risiko durch übermäßigen Kontakt mit Staub. Aus diesem Grund werden Sauger wie der STIHL SE 133 ME, ein Staubsauger der Staubklasse M, von der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) bezuschusst. Wir erklären Ihnen, was Sie tun müssen, um die Bezuschussung zu erhalten.

Zusammenfassung: Staubklassen

  • Staub wird je nach Gesundheitsgefährdung in drei Staubklassen eingeteilt.
  • In vielen Berufen trifft man auf unterschiedliche Staubklassen.
  • Der beste Schutz vor gesundheitsgefährdenden Stäuben ist ein guter Industriestaubsauger oder Entstauber.
  • STIHL bietet Nass- und Trockensauger für verschiedene Staubklassen an.
  • Entstauber werden von der BG Bau bezuschusst.