Geräteschuppen selber bauen: Anleitung

Ein geschützter Ablageort für Ihre Gartenutensilien: Unser Bauplan zeigt, wie Sie einen geräumigen Geräteschuppen selber bauen.

Mann steht im Garten neben seinem fertiggestellten Geräteschuppen zum Selberbauen

Einfach praktisch: Ein Geräteschuppen im Garten

Ein Geräteschuppen bringt Ordnung in den Garten. Überschüssige Blumenerde, leere Pflanzenkübel und andere Utensilien brauchen ihren Platz. Hinzu kommt: Für die einwandfreie Funktionalität von Gartengeräten wie Rasenmähern, Freischneidern oder Heckenscheren ist ein trockener Ablageort wichtig, denn er schützt sie vor Kälte, Feuchtigkeit und Schmutz. Eine beliebte Lösung zur Aufbewahrung von Gartenutensilien ist ein Schuppen. Mit etwas Geschick und Know-how lässt sich ein geräumiger Holzschuppen selber bauen, den Sie an Ihre Wünsche und Bedürfnisse anpassen können. Doch wo fangen Sie an? Welcher Standort ist dafür am besten geeignet und ist eine Baugenehmigung erforderlich? In unserer ausführlichen Bauanleitung zeigen wir Ihnen, wie Sie einen stabilen Geräteschuppen selber bauen.

Ist eine Baugenehmigung für einen Geräteschuppen erforderlich?

Mein Grundstück, meine Regeln? Das stimmt so nicht ganz. Auch für die Bebauung privater Grundstücke gelten baurechtliche Vorschriften. Demnach kann auch ein Geräteschuppen aus Holz einer Baugenehmigung unterliegen. Diese Vorschriften unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Ob Sie für die Errichtung eines Geräteschuppens eine Baugenehmigung brauchen, hängt von folgenden Punkten ab:

  • Größe des Baus: Die genehmigungsfreie Größe wird vom jeweiligen Bundesland vorgeschrieben.
  • Zweck des Baus: Um einen Geräteschuppen ohne Baugenehmigung bauen zu dürfen, darf dieser nur zur Unterstellung von Gartengeräten genutzt werden. Der Geräteschuppen darf nicht als Aufenthaltsort dienen und über eine Sanitäranlage oder Feuerstelle verfügen.
  • Bebauungsplan: Der Geräteschuppen sollte nur innerhalb der erlaubten Baugrenzen stehen. Diese sind in örtlichen Bebauungsplänen festgelegt.
  • Grenzbebauung: Wird der Geräteschuppen an einer Grundstücksgrenze errichtet, sind ebenfalls weitere Bedingungen einzuhalten. In den meisten Bundesländern darf der Bau in diesem Fall maximal 3 Meter hoch und 9 Meter lang sein.

Bevor Sie also mit dem Bauen des Geräteschuppens beginnen, werfen Sie einen Blick in die aktuelle Bauordnung oder informieren Sie sich bei Ihrem Bauamt vor Ort.

Für ein harmonisches Miteinander

Um Streit mit den angrenzenden Nachbarn zu vermeiden, besprechen Sie mit ihnen die bevorstehenden Baumaßnahmen. Gemeinsam können Sie sicherstellen, dass der geplante Geräteschuppen keine Grenzen zu anderen Grundstücken überschreitet und niemandem die Sicht versperrt.

Gerätehaus selber bauen: Vorbereitung

Sobald die rechtlichen Voraussetzungen geklärt sind, können Sie mit der Vorbereitung für den Bau Ihres Geräteschuppens beginnen. Für das Projekt brauchen Sie etwa 4 bis 5 Tage.

Geräteschuppen selber bauen: geeigneter Standort 

Suchen Sie für den Geräteschuppen einen Standort aus, der mit einer Schubkarre oder großen Geräten leicht zugänglich ist. Wählen Sie am besten eine ebene Grundfläche mit einem Boden, der nicht zu feucht oder matschig ist. Leichte Schräge oder Hanglage ist zwar auch möglich, muss allerdings erst ausgeglichen werden und bedeutet somit mehr Aufwand.

Person nimmt sich ein Holzbrett von einem Stapel unter einem Baum, um einen Geräteschuppen selber zu bauen

Passendes Holz für Ihren Geräteschuppen

Nadelhölzer wie Douglasie, Fichte oder Lärche eignen sich hervorragend, um einen Gartenschuppen selbst zu bauen. Um das Material vor äußeren Einflüssen zu schützen, nehmen Sie ein vorimprägniertes Holz und pflegen Sie es regelmäßig mit spezieller Lasur.
Lassen Sie feuchtes Bauholz vollständig liegend trocknen, bevor Sie damit den Geräteschuppen selber bauen. Sonst kann sich das Material nach dem Trocknen verziehen oder gar reißen.

Benötigtes Material

Balken aus Lärche/Douglasie
50 x 150 mm für insgesamt ca. 28 m
Profilholz Nut und Feder
140 x 20 mm für insgesamt 30 m; 96 x 2,5 mm für insgesamt ca. 140 Meter
Konstruktionsholz (Fichte/Lärche/Douglasie)
76 x 50 mm für insgesamt gut 59 m; 170 x 22 mm für ca. 8 m; 50 x 22 mm für ca. 7,5 m; 78 x 22 m für ca. 7,5 m
OSB-Platten Seitenwände
15 x 1250 x 2500 mm für insgesamt ca. 20 m2
OSB-Platten Dach
2x 18  x 2500 x 1250 mm, Nut und Feder
Kiesfangleiste
für 2544 mm
Kies, Schotter
Dachrandblech/Ortgangblech
für insgesamt 10 m
Dachrinne
für 2544 mm
Fallrohr
samt Schellen
Teichfolie oder Dachpappe 
für 6 m2
Noppenfolie und 2x Wurzelschutzfolie
für jeweils 6 m2, alternativ Dachbegrünungsvlies
Substrat für Dachbegrünungen und Sedum-Arten zum Bepflanzen 
(optional bei Begrünung)
Spanplattenschrauben
Senkkopf 4,5 x 50 mm, 3,5 x 40 mm, 6 x 100 mm und 6 x 150 mm
Bodenanker
für 50 mm Balken samt Holzschrauben
Estrichbeton
Tür
740 mm breit

STIHL Tipp: Lassen Sie sich die benötigten OSB-Platten im Baumarkt am besten gleich passend zuschneiden.

Das Material und das Werkzeug, um einen Geräteschuppen selber zu bauen, liegen ordentlich auf einer saftigen grünen Wiese bereit

Benötigtes Werkzeug und Zubehör

Stiefel, Schutzhandschuhe und Schnittschutzhose liegen auf dem Rasen

Gartengerätehaus selber bauen: Bauanleitung

Mann steckt einen Umriss auf dem Rasen ab, um einen Geräteschuppen selber zu bauen

Schritt 1: Boden vorbereiten

Stecken Sie den Umriss des zukünftigen Geräteschuppens ab. Entfernen Sie Steine und Unkraut aus dem Bereich. Überprüfen Sie mit einer Wasserwaage, ob der Boden waagerecht ist oder ausgeglichen werden muss.

Schritt 2: Punktfundament bauen

Der Boden bewegt sich bei Frost, Regen oder starker Belastung und könnte dadurch auch das Holzhaus verformen. Ein Fundament wirkt dem entgegen und sorgt über Jahre hinweg für die Stabilität des Geräteschuppens. Gleichzeitig entsteht dadurch eine trennende Schicht zwischen Holz und Boden, die einen sicheren Wasserabfluss und Frostschutz für den Geräteschuppen gewährleistet.

Mann hebt mit Spaten Löcher für Punktfundament aus, um Geräteschuppen selber zu bauen

Für einen 2 x 2 m großen Geräteschuppen messen und markieren Sie die Positionen für 9 etwa  40 x 40 cm große Punktfundamente. Die künftigen Löcher sollten jeweils einen Abstand von 1 m haben. Bei Sandböden sind entsprechende Schalungen aus Holz notwendig. Heben Sie die Löcher mit einem Spaten 70 cm tief aus.

Bodenbalken für Geräteschuppen wird mit Bodenankern über den Löchern für das Punktfundament platziert

Sägen Sie 3 Bodenbalken mit Ihrer Motorsäge (z. B. MSA 140) auf 1,90 m Länge zu.

Montieren Sie jeweils 3 Bodenanker auf die Balken, und zwar so, dass jeder Pfostenhalter später in der Mitte eines Loches liegt. Es ist wichtig, den Balkenbereich, an dem der Anker angebracht wird, vorher leicht anzufasen, also abzuschrägen. Andernfalls sitzen die Halter nicht richtig und die komplette Last des Schuppens verteilt sich nur auf die Schrauben. Legen Sie Holzklötze zwischen die Löcher und legen Sie die Balken darauf ab. Die Pfostenhalter hängen jetzt jeweils mittig in den Löchern.

Mann montiert beim Bau eines Geräteschuppens den Bodenrahmen

Füllen Sie die Löcher bis 1 cm unter den Balken mit Estrichbeton und lassen Sie ihn aushärten. Die Holzklötze halten die Balken währenddessen in Position. Sobald der Estrich getrocknet ist, montieren Sie die Querbalken. Sägen Sie dafür die zwei äußeren Balken auf 2 m Länge zu, während für die Mittelstrebe zwei Bretter in einer Länge von 92,50 cm benötigt werden.

Anschließend füllen Sie den Raum zwischen den Balken gleichmäßig mit Splitt.

Schritt 3: Boden verlegen

Ist das Fundament gebaut, können Sie den Boden Ihres Geräteschuppens verlegen. Fixieren Sie die Bodendielen auf einer Werkbank und längen Sie diese mit einem Gehölzschneider entsprechend ab.

Der Boden für ein Geräteschuppen zum Selberbauen wird verlegt und verschraubt

Nun schrauben Sie die erste Bodendiele mit der Feder nach innen über den drei Balken fest. Schieben Sie dann die Nut des zweiten Bretts in die Feder. Wenn nötig, schlagen Sie dabei mit dem Zulageholz. Auf diese Art und Weise montieren Sie die gesamte Fläche und schrauben schließlich die letzte Diele fest. Sobald der Boden verlegt ist, schneiden Sie von der letzten Diele den Überstand mit der Feder ab.

Schritt 4: Wände vormontieren

Im nächsten Schritt fertigen Sie die Wände des Geräteschuppens vor. Es ist einfacher, sie anschließend als Ganzes aufzustellen und miteinander zu verbinden. Als Unterlage bei der Montage der Wände ist eine ebene, waagerechte Fläche zu empfehlen: Hier eignet sich zum Beispiel der zuvor fertiggestellte Boden. Sie können dafür aber auch 4 bis 5 Arbeitsböcke nebeneinanderstellen.

Rechte Wand: 2000 x 1800 mm Rahmen, bestehend aus:

  • 2x 2000 mm
  • 4x 1700 mm
  • 6x 600 mm
  • OSB-Platten

Linke Wand (Hohe Stehwand): 200 x 2065 mm Rahmen, bestehend aus

  • 2x 2000 mm
  • 4x 1965 mm
  • 6x 600 mm
  • OSB-Platten

Hintere Stehwand (Schräge):

  • 6x 550 mm
  • 1x 1848 mm, (am Boden)
  • 1x 1950 mm, oben 8°-Winkel
  • 1x 1855 mm, oben 8°-Winkel
  • 1x 1775 mm, oben 8°-Winkel
  • 1x 1710 mm, oben 8°-Winkel
  • 1x 1870 mm für den oberen Rahmen, am Anfang und Ende mit 8°-Winkel bzw. 82°-Winkel von der Senkrechten aus.

Vorderwand (Schräge) mit Tür:

  • 2x 554 mm (auf dem Boden)
  • 5x 454 mm (Querbalken)
  • 1x 740 mm (Türsturz)
  • 1x 1950 mm, oben 8°-Winkel
  • 1x 1830 mm, oben 8°-Winkel
  • 1x 1775 mm, oben 8°-Winkel
  • 1x 1710 mm, oben 8°-Winkel
  • 1x 1870 mm für den oberen Rahmen, am Anfang und Ende mit 8°-Winkel bzw. 82°-Winkel von der Senkrechten aus

Hinweis: Sie brauchen den waagerechten, oberen Rahmen der beiden Seitenwände nicht anwinkeln, da die Dachbalken an diesen Stellen ausgeklinkt werden.

Mann baut die Seitenwand für einen Geräteschuppen zusammen

Sägen Sie die 76 x 50 mm Balken auf die oben genannten Längen zu und verbinden Sie alle wie abgebildet mit den 6 x 100 mm Schrauben. Die senkrechten Zwischenräume zwischen den Stützen der Wände sind jeweils 600 mm. Die waagerechten unten und in der Mitte 600, oben 400 mm. Ausnahme: Bei der hohen Stehwand (links) sind alle Zwischenräume 600 mm.

Schneiden Sie die OSB-Platten zu und schrauben Sie sie mit den 3,5 x 40 mm Schrauben von innen an den Rahmen der Wände fest.

 STIHL Tipp: Bereiten Sie Türelemente in der Vorderwand bereits jetzt vor: Schrauben Sie die Leisten an den Kanthölzern fest und bohren Sie die notwendigen Löcher vor.

Mann stellt beim Bau eines Geräteschuppens die zuvor montierte Seitenwand auf

Schritt 5: Wände aufstellen

Die vormontierten Wände können jetzt aufgestellt und zusammengeschraubt werden.

Stellen Sie dafür zunächst die hohe Stehwand (links) an ihre Position. Überprüfen Sie mit einer Wasserwaage, ob sie gerade ist, und stützen Sie diese wie abgebildet mit zwei Dachlatten.

Mann baut einen Geräteschuppen selber und verschraubt dazu die fertigen Seitenwände miteinander

Verschrauben Sie nun alle fertigen Seitenwände mit den 6 x 100 mm Schrauben auf Stoß miteinander, sodass sich die jeweiligen Seitenpfosten der Wände zu insgesamt vier dickeren Stützen für den Geräteschuppen verbinden. Entfernen Sie die Stützlatten erst, wenn die Wände stabil stehen und verschraubt sind. Montieren Sie anschließend die Tür in die Vorderwand des Geräteschuppens.

Hinweis: Wo sich im Rahmengitter nicht auf Stoß schrauben lässt, einfach entsprechend im schrägen Winkel festschrauben.

Schritt 6: Dachsparren vorbereiten

Jetzt geht’s ans Dach. Zuerst bereiten Sie fünf Dachsparren aus den 150 x 50 mm Balken vor. Sägen Sie die Holzbalken dazu auf 2430 mm Länge zu und schrägen Sie die beiden Enden im 30°-Winkel ab. 

 Balken für das Dach eines Geräteschuppens wird ausgeklinkt

Um die Dach- und Wandbalken stabil miteinander zu verbinden, sind Ausklinkungen, also Einkerbungen im Holz, nötig. Und zwar überall dort, wo die Dachsparren die Stützpfosten der Wände berühren: in 20,4 cm bis 28 cm Entfernung vom jeweiligen Balkenende, 76 mm lang und 1,5 cm tief. Dafür sägen Sie zuerst die Aussparungen ein und stemmen sie mit einem Stechbeitel aus. Verbinden Sie die Dachsparren und Stützpfosten anschließend mit den 6 x 150 mm Schrauben.

STIHL Tipp: Senken Sie die Bohrlöcher mit einem Forstnerbohrer etwa 2 cm in das Holz ein. So vermeiden Sie, dass die langen Schrauben unter der Gewichtslast seitlich wegknicken können.

Mann steht auf einer Leiter und verschraubt die Dachplatte des Geräteschuppens

Schritt 7: Leisten und Dachplatte montieren

Füllen Sie die Räume zwischen den Dachsparren mit 8 zu je 438 mm abgelängten Leisten aus dem gleichen Holz. Achten Sie dabei darauf, dass die Leisten oben entsprechend der Dachneigung abgeschrägt sind. Montieren Sie anschließend die OSB-Dachplatte.

Mann baut Geräteschuppen selber und verkleidet dazu die Seitenwände mit Profilbrettern

Schritt 8: Wände verkleiden

In diesem Schritt wird die grobe Konstruktion von einer schönen Fassade aus Profilbrettern mit einer Nut-Feder-Verbindung verdeckt. Damit lässt sich eine wind- und wasserdichte Verschalung für Ihren Geräteschuppen bauen.

Mit Schrauben oder Nägeln befestigen Sie die Nut-und-Feder-Latten auf den Rahmenbrettern. Bringen Sie diese in senkrechter Ausrichtung an: So kann das Regenwasser leichter abfließen und sammelt sich nicht in den Zwischenräumen.

Schritt 9: Dachkanten anbringen

Zur Vorbereitung der Dachbegrünung fertigen Sie nun die notwendigen Dachkanten an. Die Dachkante ist aus den 170 x 22 mm, 50 x 22 mm und 78 x 22 mm Konstruktionshölzern zusammengesetzt.

Für die Längsseiten benötigen Sie:

  • 2x 2500 mm des 170 x 22 mm Konstruktionsholzes
  • 2x 2450 mm des 50 x 22 mm Konstruktionsholzes
  • 2x 2450 mm des 78 x 22 mm Konstruktionsholzes

Für die Querseite (linke Stehwand) benötigen Sie:

  • 1x 2544 mm des 170 x 22 mm Konstruktionsholzes
  • 1x 2500 mm des 50 x 22 mm Konstruktionsholzes
  • 1x 2500 mm des 78 x 22 mm Konstruktionsholzes
Mann montiert beim Bau eines Geräteschuppens die zuvor zusammengesetzte Dachkante

Verbinden Sie die abgelängten Konstruktionshölzer wie im Bild zu sehen mit den 4,5 x 50 mm Schrauben und montieren Sie die zusammengesetzte Dachkante schließlich von unten an der OSB-Dachplatte. Die rechte Seite bleibt zunächst offen. Hier wird im nächsten Schritt die Kiesfangleiste angebracht.

Mann steht auf einer Leiter und schraubt am Dach eines Geräteschuppens eine Kiesfangleiste für die Dachbegrünung an

Schritt 10: Dachbegrünung vorbereiten

Mit dem Dachrandblech fixieren Sie nun die Teichfolie an den Dachkanten. Legen Sie anschließend die Wurzelschutz- und Noppenfolien darüber. Zuerst die Wurzelschutzfolie, dann die Noppenfolie, anschließend erneut eine Wurzelschutzfolie. Alternativ können Sie hier auch ein Dachbegrünungsvlies verwenden. Zum Schluss bringen Sie die Kiesfangleiste an.

Wenn Sie keine Dachbegrünung wünschen, können Sie stattdessen einfach eine Dachpappe auf den Rahmen nageln.

Mann steht auf einer Leiter und befüllt das Dach eines selbstgebauten Geräteschuppens mit Substrat für die Dachbegrünung

Schritt 11: Dach bepflanzen

Füllen Sie zunächst ca. 20 cm Kies vor die Kiesfangleiste und die Dachkanten ein. Als Nächstes bedecken Sie das Dach mit dem Substrat für die Dachbegrünung. Nun können Sie das Dach bepflanzen.

Für eine Dachbegrünung eignen sich vor allem niedrige Sedum wie der Rotmoos Mauerpfeffer, das Schneeteppichsedum, der Scharfe Mauerpfeffer, das Nickende Fettblatt oder die Goldfetthenne. Aber auch Sternmoos oder Katzenpfötchen fühlen sich auf Ihrem Geräteschuppen wohl.

Im Fachhandel sind fertige Sortimente für Ihre Dachbegrünung erhältlich. Alternativ können Sie auch eine Dachbegrünungsmatte mit Sedum erwerben, die wie Rollrasen ausgerollt wird.

Abschließend müssen Sie nur noch die Regenrinne samt Fallrohr montieren. Wenn Sie eine Regentonne unter das Rohr stellen, können Sie das Regenwasser auffangen und zum nachhaltigen Gießen in Ihrem Garten verwenden.

Geschafft! Ihr selbstgebauter Geräteschuppen ist bereit zum Einrichten. Der Aufwand lohnt sich: Jetzt bekommen alle Gartenutensilien ihren festen Platz und Sie können Ihre Gartengeräte richtig lagern.

Fertiggestellter Geräteschuppen zum Selberbauen mit Dachbegrünung im Garten

Zusammenfassung: Geräteschuppen selber bauen

  • Mit etwas Geschick und Know-how lässt sich ein stabiles Gerätehaus in 4 bis 5 Tagen bauen.

  • Welche Bedingungen für den Bau eines Geräteschuppens ohne Baugenehmigung erfüllt werden müssen, unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. Dabei sind die im Bundesland festgelegten Größen, Zwecke und die erlaubten Baugrenzen einzuhalten. Im Fall einer Grenzbebauung darf in den meisten Bundesländern ein Gartenschuppen maximal 3 Meter hoch und 9 Meter lang sein.

  • Als Standort wählen Sie am besten eine ebene Grundfläche mit einem Boden, der nicht zu feucht oder matschig ist. Der Bau sollte mit einer Schubkarre und schweren Geräten leicht zu erreichen sein.

  • Nadelhölzer wie Kiefer, Fichte oder Lärche eignen sich hervorragend, um einen Geräteschuppen selber zu bauen. Bodenbalken aus Leimholz sind ebenfalls eine gute Wahl. Bauen Sie nur mit vorimprägniertem Holz und pflegen Sie es regelmäßig mit einer Lasur.

  • Als Erstes das Punktfundament aus Beton, Holzbalken und Splitt verlegen. Darauf die Bodendielen mit Nut-Feder-Verbindung verlegen und festschrauben.

  • Zum Ablängen der Dielen einen Gehölzschneider verwenden. Für massive Balken eignet sich eine leistungsstarke Motorsäge.

  • Tragen Sie beim Arbeiten mit einer Motorsäge und einem Gehölzschneider immer Ihre persönliche Schutzausrüstung gemäß der Bedienungsanleitung.

  • Die Wände vormontieren und anschließend als Ganzes aufstellen und miteinander verschrauben. Dafür Ständerrahmen bauen und ihn mit OSB-Platten bedecken. Danach Tür einbauen.

  • Einkerbungen in Dachsparren einsägen und ausstemmen und sie mit Stützpfosten verschrauben. Die Zwischenräume mit Leisten ausfüllen und mit OSB-Platte bedecken.

  • Wände mit senkrechten Profilbrettern mit Nut-Feder-Verbindung verkleiden.

  • Dachkante montieren und Dachbegrünung vorbereiten.

  • Mit geeigneten Pflanzen, wie zum Beispiel dem Rotmoos Mauerpfeffer oder dem Schneeteppichsedum bepflanzen.

  • Dachrinne und Fallrohr anbringen.