Botanischer Garten Rio de Janeiro: So pflegen die Profis über 6.000 Pflanzen auf 137 Hektar

Entdecke, wie STIHL Akku-Geräte die Pflege im Botanischen Garten Rio de Janeiro verändern.

Der Botanische Garten in Rio de Janeiro mit der berühmten Statue Cristo Redentor im Hintergrund

Übersicht: Botanischer Garten Rio de Janeiro

  • Gegründet am 13. Juni 1808 durch König Johann VI. von Portugal
  • Entwickelt vom Akklimatisierungsgarten zum international anerkannten Forschungsinstitut
  • 137 Hektar Gesamtfläche: 83 Hektar natürlicher Waldfläche und 54 Hektar kultivierter Fläche sowie über 6.000 Pflanzenarten
  • UNESCO-Biosphärenreservat zieht jährlich 380.000 Besucherinnen und Besucher an
  • Pflege durch spezialisiertes Personal mit einer hybriden Geräte-Flotte mit dem Fokus zur Umstellung auf Akku-Geräte

Der Botanische Garten Rio: Ein GaLaBau-Projekt der Superlative

Der Jardim Botânico ist nur 13 Kilometer von Rio de Janeiro entfernt – und kein reiner Touristenort. Vielmehr ist er ein GaLaBau-Großprojekt mit wissenschaftlicher und naturschutzfachlicher Mission. Der Botanische Garten wurde 1808 durch den portugiesischen König Johann VI. gegründet. Er diente zunächst als Akklimatisierungsgarten für importierte Gewürze wie Muskatnuss, Pfeffer und Zimt. Seit den 1980er-Jahren wurde die ursprüngliche Mission strategisch erweitert und man fokussiert sich heute auf den aktiven Naturschutz und die Erhaltung der Artenvielfalt. 

Das Instituto de Pesquisas Jardim Botânico do Rio de Janeiro betreibt intensive Forschung in Botanik, Umweltwissenschaften und Artenschutz. Es dient als wichtiges wissenschaftliches Zentrum und beherbergt ein umfangreiches Herbarium mit über 750.000 Exemplaren, eine Spezialbibliothek und ein Biodiversitätsdatenzentrum. Ergänzend dazu setzt sich das Centro Nacional de Conservação da Flora gezielt für den Erhalt der brasilianischen Flora ein. 

Das UNESCO-Biosphärenreservat ist einer der 10 wichtigsten Botanischen Gärten weltweit

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Die beeindruckende Anlage erstreckt sich über 137 Hektar. Kernstück ist das Arboretum mit 37 Hektar, in dem die Expertinnen und Experten ca. 6.000 verschiedene Arten kultivieren. Die Fläche ist zudem ein integraler Bestandteil des Atlantischen Regenwaldes, Mata Atlântica, der zu den artenreichsten Biomen der Welt zählt.

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„Der Botanische Garten von Rio de Janeiro ist in erster Linie ein lebendes Labor. Wir heißen Besucherinnen und Besucher zwar herzlich willkommen, doch unser Hauptzweck liegt in der Forschung zur Botanik und zum Naturschutz. Wir präsentieren gezielt die Arten, die wir hier pflegen – insbesondere die in Brasilien heimischen, die vom Aussterben bedroht oder endemisch sind. Dieses Wissen möchten wir aktiv mit der Öffentlichkeit teilen.“

– Marcus Nadruz, Koordinator der lebenden Sammlung

Ein anspruchsvolles Großprojekt für den professionellen GaLaBau

Die Bewältigung der riesigen Flächen und die präzise Pflege von Spezial-Bereichen wie denkmalgeschützte Zonen erfordern hocheffiziente Logistik. Marcus Nadruz betont die Notwendigkeit von besonders geschultem Personal und modernster Ausrüstung. Die Pflege des Botanischen Gartens wird von zwei Haupt-Abteilungen gewährleistet:

Besonderheiten der Arbeitsumgebung in einem der größten Gärten der Welt

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Der Garten bietet den jährlich rund 380.000 Besucherinnen und Besucher eine erholsame Landschaft. Dies erfordert Geräte mit geringem Lärmpegel. Der Standard des UNESCO-Reservats erfordert ein Höchstmaß an professioneller Pflege. Akku-Geräte gewährleisten das: „Jedes Mal, wenn wir von benzinbetriebenen auf batteriebetriebene Geräte umsteigen, tragen wir zu einer ruhigeren Umgebung* und einer besseren Luftqualität hier im Botanischen Garten bei“, schwärmt Marcus Nadruz.

*Der BGA 300 erreicht unter den spezifizierten Bedingungen 84 dB(A) gegenüber dem benzinbetriebenen Vergleichsgerät BR 430 mit 101 dB(A) nach DIN EN 15503:2010, Schalldruckpegel (Lpeq).

Der Umstieg auf Akku-Geräte: Praxisbewährte Lösungen im botanischen Garten Rio

Der Botanische Garten Rio de Janeiro betrachtet den Wechsel zu Akku-Geräten als notwendig und verpflichtend. In seiner Rolle als Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit treibt der Garten den Einsatz von Akku-Geräten voran, da diese lokal abgasfrei im Betrieb sind und die Belastung der unmittelbaren Arbeitsumgebung reduzieren*. So hält er seinen hohen Standard und dient als Vorbild für den ökologischen Wandel in der Gesellschaft.

Der Wechsel auf die Akku-Technologie war anfangs eine Herausforderung. Das Wartungsteam war zunächst skeptisch und befürchtete, „dass die Akkus nicht lange durchhalten“. Diese Bedenken zerstreuten sich jedoch schnell.

*Die Gesamtumweltwirkung hängt u. a. vom Strommix und der Nutzung des Akku-Geräts ab.

Besonderheiten der Arbeitsumgebung in einem der größten Gärten der Welt

Die Akku-Geräte waren schließlich „Liebe auf den ersten Blick“. Sie überzeugten durch ihr geringeres Gewicht im Vergleich zu bezinbetriebenen Vergleichsgeräten, was insbesondere bei der Arbeit in den Baumkronen und beim Beschneiden von Pflanzen ein entscheidender Vorteil ist.

* Im betrachteten Nutzungsszenario (unverbindliche Modellrechnung basierend auf spezifischen Einsatzprofilen und aktuellen Energiepreisen) ergeben sich für den STIHL BGA 300 Betriebskosteneinsparungen von ca. 93 % gegenüber dem Benzin-Blasgerät STIHL BR 430. Details siehe STIHL Akku-Wirtschaftlichkeitsrechner.

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Der STIHL Gerätepark des Botanischen Gartens Rio de Janeiro 

Für die tägliche Pflege der Großanlage kommen unter anderem folgende Profi-Geräte zum Einsatz: 

Anspruchsvolle, kraftintensive Aufgaben wie das Zersägen dicker Stämme oder das Zurückschneiden großer verholzter Pflanzen erledigt das Team mit der Benzin-Motorsäge MS 661.

Der Botanische Garten Rio als Ort der Wissensvermittlung

Das Zentrum für Soziale und Umweltverantwortung (SERC) bietet ein Trainingsprogramm für Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren, die ein Stipendium erhalten – hauptsächlich aus umliegenden öffentlichen Schulen. Die jungen Gärtnerinnen und Gärtner werden multidisziplinär ausgebildet: als Biologen, Landwirte und Landwirtinnen (Agronomen) oder Pädagogen. Nach dem Abschluss sind sie dem Arbeitsmarkt voraus. Auch weil sie mit STIHL Geräten gut vertraut sind.

Artenvielfalt im Botanischen Garten Rio 

Eine der prominentesten Arten in der Sammlung des Gartens ist der Pau-Brasil oder der Brasilholzbaum (Caesalpinia echinata Lamarck), der Brasilien seinen Namen gab. Dieser Baum wurde aufgrund seines glühend roten Holzes zur Farbstoffgewinnung genutzt. Das führte beinahe zu seiner Ausrottung. Im Jardim Botânico wachsen aktuell 75 Individuen des Pau-Brasil. Diese bilden eine gesicherte genetische Reserve. Die aus diesen Pflanzen gewonnenen Setzlinge werden gezielt für die Wiederansiedlung in Regionen genutzt, aus denen die Art bereits verschwunden ist. So trägt der botanische Garten aktiv zur Wiederherstellung des ursprünglichen Ökosystems bei. 

Der Jardim Botânico beherbergt die berühmtesten und wichtigsten Pflanzen Brasiliens

Die Komplexität des Areals wird durch eine Vielzahl spezialisierter Bereiche ergänzt:

  • Themengärten: Dazu zählt der Bereich „Amazonas-Region“ mit dichter Vegetation sowie der Japanische Garten, der 65 typische Pflanzen, darunter Kirschbäume, Bambus und Lotusblumen, umfasst. 
  • Spezialsammlungen: Die Gewächshäuser beherbergen rund 1.700 verschiedene Arten – von Bromelien und Orchideen über Kakteen und Sukkulenten bis hin zu fleischfressenden Pflanzen und Heilpflanzen.

Als Kulturerbe sind die baulichen Strukturen und Anlagen des Gartens dauerhaft und unveränderbar angelegt. Die einzige dynamische Komponente ist die lebende Sammlung selbst. Um auf das natürliche Absterben der Pflanzen zu reagieren, führt das Team ein strenges Bepflanzungsprotokoll. Es ersetzt oder ergänzt Arten regelmäßig durch wissenschaftlich interessante Exemplare.

Auch die tierischen Bewohner des Gartens sind zahlreich und vielfältig

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Der Garten beherbergt eine vielfältige und artenreiche Tierwelt: An Vogelarten siedeln hier häufig Tukane und Papageien an; unter den Säugetieren trifft man auf kleine Affen und mit etwas Glück auf Wasserschweine (Capybaras). Zudem können Besucher aus sicherer Distanz gelegentlich Krokodile, Kaimane oder Leguane in den Gewässern oder entlang der Wege entdecken.

Ausblick: Die Zukunft als „lebendes Labor"

Der Botanische Garten Rio de Janeiro sieht seine Mission nicht als abgeschlossen, sondern als kontinuierlichen Prozess: „Der Botanische Garten bleibt nie in der Gegenwart stehen. Wir arbeiten in der Gegenwart, aber wir blicken auch in die Zukunft“, so Marcus Nadruz.

Die Institution verfolgt aktiv Pläne, um die lebende Sammlung zu erweitern:

  • Geplant ist eine Erweiterung der Anlage nahe dem Levada-Aquädukt, einem historischen Denkmal.
  • Fokus Artenschutz: Ziel dieser Expansion ist es, den Garten um eine neue Sammlung gefährdeter Pflanzenarten zu erweitern.

Die strategische Devise lautet: „Wann immer wir mehr Platz gewinnen können, versuchen wir, etwas Neues in Bezug auf das Pflanzenwissen einzuführen.“ Dieser zukunftsorientierte Ansatz untermauert die Rolle des Jardim Botânico als Vorreiter in Forschung, Naturschutz und der Anwendung von professionellen und innovativen Pflegestrategien.

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