STIHL Tipp
Mithilfe eines Holzfeuchtigkeitsmessgeräts findest du schnell heraus, ob du den rechtlichen Grenzwert einhältst oder dein Brennholz noch länger lagern musst – so bist du auf der sicheren Seite.
Viele möchten für die kalte Jahreszeit Holz stapeln, trocknen und lagern. Erfahre, wie du dabei vorgehst.
28.09.2026
Brennholz muss selbst bei optimalen Lagerungsbedingungen mehrere Monate trocknen, je nach Lagerort, Holzart und Dicke der Holzscheite. Als Mindestwert gelten 250 Tage, bei zwei Jahren bist du auf der sicheren Seite.
Brennholz kannst du bis zu 5 Jahre lagern. Dauert die Lagerungszeit zu lange, besteht jedoch das Risiko, dass sich Holzwürmer einnisten.
Du lagerst Brennholz im Freien am besten unter einer gut durchlüfteten Überdachung an der Südseite des Hauses, um Feuchtigkeit und Fäulnis zu vermeiden. Dafür kannst du beispielsweise einen Holzunterstand bauen.
Wenn du Brennholz lagerst, solltest du es ab September abdecken, um es vor Niederschlag zu schützen. Dafür eignet sich eine Überdachung. Eine Plastikplane ist weniger empfehlenswert, da sich darunter Feuchtigkeit sammeln und Schimmel ausbreiten kann.
Frisches Brennholz hat einen Wasseranteil von 40 bis 50 Prozent und verliert etwa 15 bis 20 Prozent Feuchtigkeit in einem bis zwei Jahren – abhängig von der Lagerung und von der Holzsorte. Mithilfe eines Holzfeuchtemessgeräts kannst du den Feuchtigkeitsgehalt ganz einfach überprüfen.
Brennholz solltest du an der Südseite eines Hauses und nicht an der Wetterseite lagern, um es optimal vor Niederschlag und Feuchtigkeit zu schützen.
Brennholz selbst zu schlagen, spart Geld. Um es zum Heizen verwenden zu können, musst du aber einige Punkte beachten.
Frisches Brennholz verfügt über einen Wasseranteil von 40 bis 50 Prozent – und darf laut Bundesimmissionsschutzverordnung nicht direkt verbrannt werden, um schädlichen Qualm und Feinstaub zu begrenzen. Zudem kann feuchtes Holz auch im Kamin Schaden anrichten.
Damit du den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert von maximal 25 Prozent Holzfeuchte einhältst, solltest du mehrere Monate lang dein Brennholz trocknen und lagern.
Um Brennholz gründlich zu trocknen, solltest du genügend Zeit einkalkulieren. Selbst wenn du Kaminholz optimal lagerst, muss es einige Monate lang trocknen. Als Mindestwert empfehlen wir 250 Tage. Wenn du etwa zwei Jahre zum Trocknen einplanst, bist du auf der sicheren Seite. Trockenes Holz erkennst du daran, dass es seine Farbe verloren hat, hart ist und beim Stapeln hohl klingt. Um die Dauer des Trocknens präziser einschätzen zu können, hilft dir auch ein Holzfeuchtigkeitsmessgerät.
Indem du Brennholz richtig lagerst, trägst du maßgeblich dazu bei, dass das Holz nicht fault oder schimmelt. Um Hartholz zu trocknen, brauchst du mehr Geduld als bei Weichholz. Dafür ist Hartholz allerdings auch weniger witterungsempfindlich. Zu lange solltest du Brennholz aber nicht lagern. Nach fünf Jahren und mehr besteht das Risiko, dass sich Holzwürmer einnisten.
Lagerplatz: Lagere das Holz an einem gut durchlüfteten, regengeschützten Ort. Direktes Sonnenlicht kann das Trocknen beschleunigen, allerdings sollte das Holz vor starkem Regen geschützt werden.
Stapelhöhe und -breite: Achte darauf, dass das Holz nicht zu dicht gestapelt wird. Eine gute Luftzirkulation zwischen den Holzscheiten beschleunigt den Trocknungsprozess. Lass zwischen den einzelnen Scheiten und Schichten genügend Platz.
Holzarten: Die Trocknungszeit variiert stark je nach Holzart. Weichholz wie Fichte und Kiefer trocknet schneller als Hartholz wie Buche oder Eiche.
Jahreszeiten: Holz, das im Frühjahr geschlagen und dann gestapelt wird, hat durch die trockenen Sommermonate eine kürzere Trocknungszeit.
| Holzart | Trocknungsdauer (Monate) | Besonderheiten |
| Fichte | 6 – 12 | Weichholz, trocknet schnell, ideal für Anzündholz |
| Kiefer | 6 – 12 | Weichholz, enthält viel Harz, gute Brenneigenschaften |
| Birke | 12 – 18 | Hartholz, sehr dekorativ, gute Glutbildung |
| Buche | 18 – 24 | Hartholz, besonders hoher Heizwert, langsames Trocknen |
| Eiche | 24 – 36 | Sehr hartes Holz, lange Trocknungszeit, exzellente Heizleistung |
| Ahorn | 12 – 18 | Hartholz, mittlere Trocknungszeit, relativ hoher Heizwert |
Größere Mengen Feuerholz lagerst du am besten geschützt im Freien an der südlichen Hauswand. So gelangt genügend Luft an das Holz, und der Holzstapel befindet sich abseits der Wetterseite. Fäulnis und Schimmelbildung haben dadurch kaum eine Chance. Wenn du Kaminholz lagerst, schützt ein selbstgebauter Holzunterstand effektiv vor Regen und Nässe.
Kleinere Holzmengen können auch innen lagern.
Brennholz solltest du niemals im Keller oder in der Garage lagern, da sich dort Feuchtigkeit stauen kann und Schimmelbildung begünstigt wird.
Damit du Holzscheite nicht einzeln ins Haus tragen musst, kannst du bereits getrocknetes Brennholz auch in einem selbstgebauten Kaminholzregal für innen lagern.
Wenn du Brennholz selber sägst, ist es keine gute Idee, das Brennholz im Wald zu lagern. Zum einen musst du mit Holzdiebstahl rechnen, zum anderen schreiben viele Forstämter einen zeitnahen Abtransport vor.
Möchtest du Brennholz im Garten lagern, musst du je nach Bundesland unterschiedliche Vorschriften beachten. Normalerweise sind bis zu 40 Kubikmeter Brennholz pro Grundstück kein Problem. Möchtest du Kaminholz zu einem praktischen Sichtschutz stapeln, musst du bei einer Lagerung an der Grundstücksgrenze die vorgeschriebenen Abstände einhalten. Aus Brandschutzgründen sind beim Lagern von Brennholz zudem häufig gesetzlich vorgeschriebene Mindestabstände zu Nachbargebäuden einzuhalten.
Wenn du dir unsicher bist, erkundige dich bei deiner Stadtverwaltung oder Gemeinde, welche Vorschriften für die Brennholzlagerung gelten.
Darüber hinaus regelt die Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchV), dass das Verbrennen von Holz mit einer Feuchtigkeit von mehr als 25 Prozent untersagt ist. Empfehlenswert ist eine Restfeuchte von ungefähr 15 Prozent. Achte unbedingt auch dann darauf, das Brennholz ausreichend lange zu lagern, wenn du es nicht selber sägst, sondern kaufst.
STIHL Tipp
Mithilfe eines Holzfeuchtigkeitsmessgeräts findest du schnell heraus, ob du den rechtlichen Grenzwert einhältst oder dein Brennholz noch länger lagern musst – so bist du auf der sicheren Seite.
Um Brennholz zum Lagern richtig zu stapeln, solltest du zunächst in der untersten Reihe einige Scheite quer positionieren, um für eine erhöhte Stabilität zu sorgen.
Stapel anschließend das Brennholz locker übereinander, sodass für den Trockenprozess genügend Luft zwischen den Stämmen zirkulieren kann. Bei selbstgesägtem Holz ist dies meist sowieso der Fall, da sich durch leichte Unregelmäßigkeiten der Holzscheite kleine Zwischenräume ergeben.
Wenn du Holz im Garten oder an anderer Stelle draußen lagerst, dann vermeide, dass das Brennholz beim Lagern Kontakt zum Erdboden hat, damit es trocken bleibt und nicht fault.
In einem Rundstapel findet viel Brennholz platz.
Wenn du im Garten Brennholz lagerst und ausreichend Platz hast, kannst du das Brennholz auch zu einem Rundstapel schichten. Diese Art der Lagerung hat den Vorteil, dass du besonders große Mengen an Brennholz unterbringen kannst. Lege dafür auf einer wasserdichten Unterlage ein kreisförmiges Fundament an und staple das Holz von der Mitte aus kreisförmig auf.
Plane am besten ab einer Stapelhöhe von etwa einem Meter eine Zwischenschicht aus Brettern ein, damit dein Rundstapel genügend Stabilität hat. Denke zum Schluss daran, das Brennholz zum Lagern abzudecken.
Ein Kaminholzregal für innen ist ein praktischer Hingucker.
Einen Stapel Brennholz zu lagern, nimmt nicht nur Platz in Anspruch, sondern kann auch optisch einiges hermachen. Wenn du in der Nähe eines Sitzplatzes Brennholz lagerst, bietet das Holz mit seiner ansprechenden Struktur und seinem warmen Duft einen willkommenen Sichtschutz mit rustikalem Charme.
Mit etwas handwerklichem Geschick kannst du außerdem ein selbstgebautes Kaminholzregal für innen bauen. Es ist ein praktischer und zeitlos schöner Blickfang, um Brennholz neben dem Ofen oder Kamin zu lagern. Zusätzlich kannst du Pflanzentöpfe oder Figuren auf dem Regal platzieren.
Kreative Kaminholzregale aus Metall oder Holz neben dem Ofen bieten eine stilvolle Möglichkeit, kleinere Holzvorräte dekorativ im Wohnraum aufzubewahren.
Es sollte ein stabiler, trockener Unterstand mit guter Luftzirkulation gewählt werden, der keinen direkten Erdkontakt hat und die gesetzlichen Grenzwerte einhält.
Je nach Holzart – wie schnelles Weichholz oder langlebiges Hartholz – dauert das Trocknen in der Regel zwischen 6 und 24 Monate.
Ab September schützt eine Überdachung das Holz zuverlässig vor herbstlichem Dauerregen, während herkömmliche Plastikfolien wegen Schimmelgefahr vermieden werden sollten.