Rasenpflege im Sommer

Ob Hitzewelle oder Regenschauer: Im Sommer muss der Rasen vielen Belastungen standhalten. Wir zeigen Dir, mit welcher Rasenpflege Du ihn optimal schützt.

Mann betreibt mit STIHL Akku-Rasenmäher RMA 448 P-C auf einem bewachsenen Grundstück Rasenpflege im Sommer

Übersicht & Kurzanleitung: Rasenpflege im Sommer

Die richtige Rasenpflege im Sommer entscheidet darüber, wie gut Dein Grün Hitze und Trockenheit übersteht. Wenn Du die folgenden vier Grundregeln beachtest, bleibt Dein Rasen gesund und widerstandsfähig:

  • Rasen mähen im Sommer: Mähe alle 4 bis 7 Tage, kürze die Halme dabei aber um maximal ein Drittel. Die ideale Rasenlänge im Sommer liegt bei 4 bis 5 Zentimetern.
  • Richtig wässern: Wässere den Rasen nur 1- bis 2-mal pro Woche, dafür aber durchdringend mit 20 bis 25 Litern pro Quadratmeter. Am besten morgens oder abends.
  • Rasen im Sommer düngen: Um den Rasen auf heiße Tage vorzubereiten, dünge ihn idealerweise im Juni mit einem kalium- und magnesiumreichen Sommerdünger.
  • Nicht vertikutieren: Verzichte auf das Vertikutieren im Sommer, da die geöffnete Grasnarbe bei Hitze zu schnell austrocknet.

Rasenpflege im Sommer: Richtig bewässern bei heißen Temperaturen

Die Bewässerung des Rasens zählt zu den wichtigsten Maßnahmen der Rasenpflege, insbesondere im Sommer, wenn die natürlichen Niederschläge nicht ausreichen. Wie viel Wasser eine Rasenfläche im Sommer benötigt, hängt letztlich von Besonnung, Temperatur und Wind ab.

Wie viel Wasser braucht mein Rasen?

Für Hobbygärtner und Hobbygärtnerinnen gilt: Du brauchst meistens mehr Wasser für Deinen Rasen, als Du denkst. Als Faustregel gelten 15 bis 25 Liter pro Woche und Quadratmeter, leichte Böden benötigen weniger als lehmige. Aber auch zu viel Wasser ist für den Rasen schädlich, denn es verdrängt die Luft aus den Bodenporen, wodurch die Wurzeln verfaulen. Rieche immer an den Bodenproben: Wenn sie „stinken“ oder gar grau‑blau verfärbt sind, liegt mit Sicherheit Luftmangel und Wasserstau vor.

Tipps für die richtige Bewässerung im Sommer

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  • Einmal wöchentlich reicht: Bewässere Deinen Rasen im Sommer, abhängig von Lage und Wetter, mit etwa 20 Litern pro Quadratmeter.
  • Lehmiger Boden: Falls der Boden lehmig ist und diese Menge nicht auf einmal aufnehmen kann, bewässere zweimal kurz hintereinander (oder beispielsweise am nächsten Tag nochmals), dann aber eine Woche lang nicht mehr. Bei sehr lehmigem Boden ist es übrigens sinnvoll, den Rasen zu sanden.
  • Gleichmäßigkeit kontrollieren: Nutze einen Wasserzähler, um zu kontrollieren, ob Du gleichmäßig viel und überall gewässert hast. Dies gilt besonders bei der Rasenpflege im Sommer.
  • Tageszeiten: Bei der Rasenpflege im Sommer solltest Du grundsätzlich frühmorgens oder spätabends wässern, denn direkte Sonneneinstrahlung auf feuchtem Rasen kann zur Bildung verbrannter Stellen führen.
  • Umgebung: Wachsen Bäume, Sträucher oder Hecken um den Rasen, erhöhe die Wassermenge.
  • Große Hitze: Wenn es im Hochsommer besonders heiß ist, bewässere den Rasen zwei- bis dreimal pro Woche in den frühen Morgenstunden oder auch abends.

STIHL Garten-Tipps: Rasenpflege im Sommer

Rasenbewässerung kontrollieren

Wenn Du keinen Wasserzähler zur Hand hast, kannst Du die Bewässerungsmenge auch mit mehreren zylindrischen Gläsern kontrollieren. Das können zum Beispiel Marmeladengläser sein, die Du im Garten verteilt aufstellst. Wenn es geregnet hat, sollte in den Gläsern das Wasser etwa zwei Zentimeter hoch stehen. Nach einiger Zeit und ein paar Versuchen wirst Du die Bewässerungszeit perfekt einschätzen können.

Steche außerdem mit einem starken Messer oder Spaten an mehreren Stellen etwa zehn Zentimeter tief in den Boden und versuche jeweils eine Bodenprobe herauszuziehen. Die Probe soll unten feucht (nicht nass) sein, die obersten ein bis zwei Zentimeter können und sollen sich trocken anfühlen! Auf keinen Fall darf es umgekehrt sein. Ist die Probe oben feucht und unten trocken, kommt das Wasser nicht dort an, wo es gebraucht wird.

Rasenpflege im Sommer: Fehler bei der Bewässerung

Gerade bei der Bewässerung im Sommer wird meist der Fehler gemacht, dass viel zu oft, aber zu wenig auf einmal beregnet wird. Häufig wird der Rasen während der trockenen Sommerzeiten fast jeden Abend leicht bewässert. Das führt dazu, dass das Wasser gerade einmal den oft vorhandenen Rasenfilz und bestenfalls die obersten paar Millimeter des Bodens benetzt. Der Rasen reagiert darauf, indem sich die Wurzeln ganz nahe unter der Bodenoberfläche konzentrieren. Auch setzen sich Grasarten durch, die in einem Hausgartenrasen unerwünscht sind. 

Der so geförderte Rasenfilz wiederum saugt das wenige Wasser wie ein Schwamm auf. Die Konsequenz: Der darunterliegende Boden bekommt keine Feuchtigkeit ab, die Oberfläche trocknet immer wieder aus. Der Rasen wirkt „süchtig“ nach Wasser. Bleibt die Bewässerung mal ein paar Tage aus, wird er rasch gelb und auch die Anfälligkeit für Pilzerkrankungen nimmt stark zu.

Frau mäht im Sommer Rasen mit einem STIHL Akku-Rasenmäher RMA 339 C

Rasen mähen im Sommer: Wie oft und wie kurz?

Wenn der Rasen topfit aus dem Frühjahr kommt, wächst er schnell. Durch das regelmäßige Mähen wächst er dichter, da die Gräser neue Seitentriebe bilden. Auf die Frage „Wie oft Rasen mähen?“ lautet die Faustregel im Sommer: Mähe etwa alle 4 bis 7 Tage. Achte dabei immer auf die sogenannte 1/3‑Regel: Schneide pro Mähvorgang niemals mehr als ein Drittel der Grashalme ab, um die Pflanzen nicht zu schwächen.

Die ideale Rasenlänge im Sommer

Die Schnitthöhe muss unbedingt an die Temperaturen und die Lage angepasst werden:

  • Normale Sommertage (sonnige Lage): 4 bis 5 Zentimeter
  • Schattige Lagen (unter Bäumen): 5 bis 7 Zentimeter


Besonderheit: Rasenmähen bei Hitze

Kündigt sich eine Hitzewelle an, musst Du Deine Mäh‑Routine anpassen. Beim Rasenmähen bei Hitze gilt: Lass die Grashalme deutlich länger stehen (ca. 5 bis 7 Zentimeter). Die längeren Halme beschatten den empfindlichen Boden, reduzieren die Verdunstung und schützen die Graswurzeln vor dem Verbrennen. Mähe an heißen Tagen außerdem ausschließlich in den kühleren Abendstunden und stelle sicher, dass die Messer Deines Rasenmähers scharf sind, um saubere Schnitte zu garantieren.

Hinweis: Ein beliebter Gartentrend ist der No Mow May. Hierbei verzichtet man im ganzen Mai auf das Rasenmähen, um Insekten zu schützen und die heimische Artenvielfalt zu bewahren.

 

Wie hoch soll der Rasen im Sommer sein?

Je höher die Temperaturen, desto länger sollte das Gras bleiben, um die empfindlichen Halme zu schützen: Mähe den Rasen in sonnigen Lagen auf 4 bis 5 Zentimeter, in schattigen Lagen auf 5 bis 7 Zentimeter. Wenn eine Hitzewelle abzusehen ist, kann der Rasen auch in der Sonne etwas länger bleiben, damit die Halme sich gegenseitig beschatten. Grundsätzlich sollte pro Mähvorgang nicht mehr als ein Drittel der Länge gekürzt werden, um unschöne Verbrennungen und Makel im Rasen zu vermeiden. Mähe unbedingt mit geschärften Messern und stelle sicher, dass der Boden trocken ist.

Richtig Rasenmähen mit den passenden Geräten

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Schnittgenau mit STIHL Rasenmähern

Hoher „Urlaubsrasen" sollte immer in mehreren Durchgängen gemäht werden, zuerst mit der höchstmöglichen Schnittstellung, dann etwas tiefer. Alle STIHL Rasenmäher verfügen über eine bequeme Schnitthöhenverstellung, mit deren Hilfe kannst Du mühelos die richtige Schnitthöhe einstellen.

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STIHL Experten-Tipp: Darf man Rasen im Sommer vertikutieren?

Die klare Antwort lautet: Nein, auf das Vertikutieren sollte im Sommer unbedingt verzichtet werden.

Warum ist das so?
Beim Vertikutieren wird die Grasnarbe angeritzt, um Moos und Rasenfilz zu entfernen. Durch die hohen Temperaturen und die starke Sonneneinstrahlung im Sommer würde ein frisch vertikutierter Rasen sehr viel Wasser verlieren, extrem schnell austrocknen und schwere Verbrennungsschäden an den Wurzeln davontragen.

Wann stattdessen?
Vertikutiere Deinen Rasen ausschließlich im Frühjahr, sobald die Temperaturen konstant über 10 Grad Celsius liegen, oder alternativ im frühen Herbst.

Rasen richtig düngen im Sommer

Die Nährstoffe aus der Frühjahresdüngung sind zu Beginn des Sommers fast aufgebraucht, daher gehört das Düngen auch zur Rasenpflege im Sommer dazu. Damit das Wachstum des Rasens trotz wilder Fußballspiele und Grillfeste im Garten erhalten bleibt, sollte er Anfang des Sommers noch einmal gedüngt werden. Aber auch nicht betretene Rasenflächen brauchen einen Vitaminkick: Durch das häufige Mähen im Frühjahr gehen mit dem Rasenschnitt stets viele Nährstoffe verloren, die in den Grashalmen gebunden sind. Auf Dauer ist das eine große Strapaze für den Boden. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Du dem Rasen im Sommer seine notwendigen Nährstoffe wieder zuführst. Das gelingt am besten mit einem mineralischen Rasendünger. Mit den individuellen Rasenpflege-Sets von Halm kannst Du Deinem Rasen genau die Nährstoffe geben, die er benötigt.

Der richtige Sommerdünger

Der Rasendünger im Sommer sollte die essenziellen Inhaltstoffe für einen vitalen Boden und Rasen enthalten:

Wirkstoff Beschreibung
Kalium (K) Erhöht die Widerstandskraft gegen Schädlinge, reguliert den Stoffwechsel der Pflanzen.
Phosphor (P) Stärkt das Wachstum der Wurzel.
Magnesium (Mg) Unterstützt die Rasenpflanzen bei der Bildung von Chlorophyll im Rahmen der Photosynthese und sorgt für sattes Grün auf dem Rasen.
Calcium (Ca) Stabilisiert die Zellwände der Gräser und unterstützt die Aufnahme von Nährstoffen aus dem Boden.
Stickstoff (N) Fördert die Zellteilung und damit die Neubildung aller Pflanzenteile. Das Wachstum des Rasens wird angeregt.

Tipps zum Rasendüngen im Sommer

  • Frühzeitig düngen: Idealerweise düngst Du Deinen Rasen im Juni, um ihn auf den heißen Sommer vorzubereiten.
  • Dichtes Gras: Nutze Langzeitdünger, damit das Gras langsam, aber dicht wächst.
  • Sprinkleranlage nutzen: Verzichte auf direkte Bewässerung; bewässere nach dem Düngen großzügig, aber vorsichtig, am besten mit Hilfe einer Sprinkleranlage.

Der STIHL Gartenkalender

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