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Rasen düngen

Durch das Düngen geben Sie Ihrem Rasen die Nährstoffe zurück, die er beim Mähen verliert. Hier erfahren Sie, worauf es beim Düngen ankommt.

Warum der Rasen gedüngt werden muss

Während der Saison wird der Rasen gemäht, zum Picknicken und Toben genutzt und generell strapaziert. All das entzieht ihm Blattmasse und damit einhergehend die nötigen Nährstoffe, die er zum Gedeihen braucht. Durch das Düngen erhält das Gras essenzielle Nährstoffe, allen voran Stickstoff (N), zurück. Dieser fördert die Zellteilung und damit die Neubildung aller Pflanzenteile. Gute Rasendünger enthalten in ausgewogenen Anteilen zusätzlich Kalium (K) zur Stärkung gegen Krankheiten und Phosphor (P) zur Förderung des Wurzelwachstums.

Muss ich meinen Rasen düngen?

Nicht jeder Rasen braucht zwingend Dünger. Nährstoffreiche Böden müssen lediglich regelmäßig gegossen werden. Das ist allerdings selten der Fall. Als Grundregel gilt: Haben Sie Ihren Rasen selbst angelegt, so sollten Sie ihn regelmäßig und bedarfsgerecht düngen.

Bodenanalyse für den richtigen Dünger

Bei Nährstoffmangel hat es der Rasen nicht leicht, die Blätter wachsen kaum und die Pflanzen werden vor Krankheiten und Schädlingen nicht mehr geschützt. Doch auch zu viele Nährstoffe machen Ihren Rasen krank und können das Wachstum kritisch beeinträchtigen. Daher empfehlen wir eine Bodenanalyse, durch deren Ergebnisse Sie ganz genau herausfinden können, was Ihr Rasen braucht.

Anhand der Bodenprobe wird ganz genau festgestellt, wie sich der Boden unter Ihrer Rasenfläche zusammensetzt und an welchen Nährstoffen es gegebenenfalls mangelt. Diese Analyse wird in speziellen Instituten und Laboren von Experten angeboten. Zusammen mit den Ergebnissen über Bodenart, Nährstoffgehalt und pH-Wert erhalten Sie konkrete Dünge-Empfehlungen.

Die Vorteile dieser genauen Bodenanalyse liegen auf der Hand: Sie vermeiden die unnötige Belastung von Boden und Grundwasser und erfahren ganz genau, welche Nährstoffe Ihr Rasen braucht.

Kosten einer Bodenanalyse

Es gibt verschiedene Anbieter, die nach LUFA-Standard messen. Gemessen werden im Labor vor allem die Konzentration und Zusammensetzung wichtiger Nährstoffe in Ihrem Boden.

Ab 20 Euro bekommen Sie schon eine einfache Bodenanalyse, die die Bodenart, den pH-Wert sowie Werte zu Phosphat, Kalium und Magnesium beinhaltet. Diese drei Nährstoffe sind die wichtigsten Wachstumsfaktoren für einen gepflegten Rasen und für einen Hobbygarten daher völlig ausreichend. Mit einer Humusanalyse wird es kostenintensiver. Die Preisspanne startet da ab etwa 45 Euro. 

Umfangreichere Analysen untersuchen neben Stickstoff und Spurenelementen insbesondere die Aktivität der Mikroorganismen sowie die Schwermetalle im Boden. Sie kosten etwa 50 bis 75 Euro.

pH-Wert im Boden selbst ermitteln

Der pH-Wert Ihres Bodens sollte zwischen 6 und 7 liegen, um eine optimale Nährstoffzufuhr der Pflanzen zu gewährleisten. Um den pH-Wert zu ermitteln, brauchen Sie keine aufwendige Bodenanalyse vorzunehmen: Den Kalkbedarf Ihres Bodens können Sie ganz einfach selbst testen. Mit einem Testset aus dem Baumarkt oder Gartenfachhandel können Sie schnell herausfinden, was Ihr Rasenboden braucht. Der pH-Wert-Test kostet zwischen 5 und 15 Euro. Liegt der pH-Wert unter 5,5, empfehlen wir, 150 Gramm kohlesauren Kalk pro Quadratmeter auszubringen, vier Wochen später 20 bis 30 Gramm Stickstoffdünger pro Quadratmeter. Die Gräser sollten anschließend 10 bis 14 Tage wachsen. Danach können Sie mit dem Vertikutieren beginnen.    

Wann den Rasen düngen?

Ihr Rasen sollte immer spätestens dann gedüngt werden, wenn er sich gelb bis braun verfärbt. Das ist ein konkretes Anzeichen für Nährstoffmangel. So weit sollten Sie es aber nicht kommen lassen: Durch eine regelmäßige Düngung können Sie Mangelerscheinungen vermeiden und das Wachstum kontinuierlich anregen.

Ein weiteres Anzeichen für zu wenig Düngung sind sogenannte Zeigerpflanzen. Moos beispielsweise ist eine Zeigerpflanze für Stickstoff. Fehlt im Boden dieser Nährstoff, breitet sich Moos schnell im Rasen aus. Auf gut gedüngtem Rasen wird Moos vom kräftig wachsenden Gras verdrängt. Daher ist richtiges Düngen auf Dauer eine gute Möglichkeit zur Moosbekämpfung.

Wie oft den Rasen düngen?

In der Regel reicht es, wenn der Rasen zwei Mal im Jahr gedüngt wird – einmal im Frühjahr und einmal im Spätsommer. Wird das Schnittgut ohnehin ständig dem Rasen durch Mulchmähen zurückgeführt, reicht auch ein einmaliges Düngen im Jahr.

Wenn vor dem Vertikutieren gedüngt wird, erholen sich Gräser schneller und kahle Stellen wachsen rascher zu. Wo nichts mehr nachwächst, sollte nachgesät werden. Dafür gibt es sogenannte Rasenpflaster. Das sind Mischungen aus Samen und Dünger.


Wird Ihr grüner Teppich häufig gemäht oder etwa durch spielende Kinder regelmäßig strapaziert, sollten Sie Ihren Rasen häufiger düngen. Maximal vier Mal im Jahr sollten Sie ihn mit einer Düngung stärken.

Düngen im Herbst ohne Stickstoff: Die letzte Düngung im Jahr sollte im Herbst stattfinden, also Mitte September bis Mitte Oktober. Bitte achten Sie darauf, dass in diesem Dünger möglichst wenig Stickstoff enthalten ist. Dafür gibt es einen speziellen Herbstrasendünger, der einen hohen Kaliumanteil hat. Der Kaliumdünger sorgt dafür, dass die Zellwände der Gräser für den Winter gestärkt werden.

Rasen richtig düngen: Worauf es ankommt

Der richtige Dünger für Hobbygärten

Den einen richtigen Dünger für alle Rasenflächen gibt es nicht. Jedoch sollten Sie für jeden Rasentyp einen geeigneten Langzeitdünger verwenden. Greifen Sie auf keinen Fall auf Dünger für landwirtschaftliche Zwecke zurück, diese wirken nur kurzfristig und belasten die Rasenwurzeln.

Sobald Sie den passenden Dünger haben, können Sie mit dem eigentlichen Prozess loslegen. Wie Sie Ihren Rasen richtig düngen, hängt aber vor allem von der Form des Düngers ab.

Welche sind die wichtigsten Wirkstoffe im Dünger?

Die meisten Langzeitdünger enthalten – unabhängig von der Jahreszeit – dieselben, essenziellen Nährstoffe für einen vitalen Boden. Allerdings sind Wetter und Saison sowie die individuellen Bedürfnisse des Bodens ausschlaggebend dafür, wie diese Wirkstoffe zusammengesetzt werden:

Wirkstoff Beschreibung
Kalium (K) Erhöht die Widerstandskraft gegen Schädlinge, reguliert den Stoffwechsel der Pflanzen.
Phosphor (P) Stärkt das Wachstum der Wurzel und hilft gegen Frost.
Magnesium (Mg) Unterstützt die Rasenpflanzen bei der Bildung von Chlorophyll im Rahmen der Photosynthese und sorgt für einen satten grünen Teppich im Garten. 
Calcium (Ca) Stabilisiert die Zellwände der Gräser und unterstützt die Aufnahme von Nährstoffen aus dem Boden.
Stickstoff (N) Fördert die Zellteilung und damit die Neubildung aller Pflanzenteile. Das Wachstum des Rasens wird angeregt.

Mineralische Rasendünger, Granulate

Diese Dünger sind heute die normale Form von Langzeitdünger und kommen als feste Kugeln oder kleine Körner aus dem Fachhandel. Sie werden am besten mit einem Streuwagen in exakten Bahnen auf dem Rasen ausgelegt. So wird eine gleichmäßige Verteilung erzielt.

Achten Sie bitte unbedingt auf die Angaben zur Ausbringmenge auf der Verpackung. Der Rasen kann ansonsten verbrennen und überschüssige Nährstoffe werden in das Grundwasser ausgespült.

Organische Dünger

Es dauert ein wenig, bis organische Dünger ihre Wirkung zeigen. Die Wirkung ist dafür aber langfristiger und gesünder für Boden, Grundwasser und Pflanze. Beachten Sie jedoch, dass mit organischem Dünger nicht bedarfsgerecht gedüngt wird. Die Nährstoffe sind im Laufe des Jahres in unbestimmter Menge vorhanden.

Flüssigdünger

Flüssigdünger werden seltener genutzt, da sie schwieriger aufzutragen sind. Beachten Sie hier unbedingt die Verpackungshinweise und verteilen Sie die Flüssigkeit mit einem Sprühgerät auf der Rasenfläche. Beachten Sie bei Flüssigdünger, dass seine Wirkung zwar sofort sichtbar ist, aber es nur kurze Zeit dauert und die Nährstoffe wieder ausgespült sind. 

Grundsätzliche Tipps für richtiges Rasendüngen

  • Vor dem Düngen empfiehlt es sich, dem Rasen ein Lifting durch Vertikutieren zu gönnen. Denken Sie jedoch daran, für Ihr Grün ein paar Tage Erholung einzuplanen, bevor Sie tatsächlich mit der Düngung beginnen.
  • Der Boden sollte bereits/noch frostfrei sein.
  • Tragen Sie den Dünger nicht bei direkter Sonneneinstrahlung auf.
  • Nach jeder Düngung muss darüber hinaus für regelmäßiges und ausgiebiges Bewässern gesorgt werden, gemäht werden sollte Ihr Rasen wiederum erst ein paar Tage nach dem Düngen.
  • Die Rasenhöhe vor dem Düngen sollte circa 5 Zentimeter betragen.

Vor dem Düngen: Rasen vertikutieren

Luft und Licht für schönes Grün

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Mulchen: Eine Alternative zum Düngen?

Ein kräftiger Rasen, der dicht wächst und gesund bleibt, braucht eine regelmäßige Pflege. Doch gerade Zierrasen und robuste Spielrasen müssen nicht zwingend mit Dünger versorgt werden: Auch Mulchmähen kann eine langfristig kostengünstige und praktische Alternative der Nährstoffzuführung sein. Der enthaltene Stickstoff wird schnell mineralisiert und damit den Pflanzen als wertvoller Dünger zur Verfügung gestellt.

Was ist Mulchmähen?

Anders als beim konventionellen Mähen wird beim Mulchmähen der Rasenschnitt nicht aufgefangen, sondern auf der Rasenfläche verteilt. So werden dem Boden die nötigen Nährstoffe ganz praktisch und natürlich zurückgegeben. Dafür nutzt man spezielle Mulchmäher: Sie zerkleinern den Rasenschnitt, bevor sie ihn verteilen. Dadurch werden die Grashalme nicht vom frisch gemähten Grün erdrückt, sondern lediglich luftig bedeckt. 

Rasen mulchen statt düngen

Das Mulchmähen verbindet den Prozess des Rasenmähens und des Düngens in einem Schritt. Dadurch sparen Sie nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Zusätzlich erübrigt sich die Entsorgung des Rasenschnitts. Nur bei besonders anspruchsvollen Böden oder bei erkranktem Rasen sollten Sie dennoch zusätzlich düngen – hier braucht es manchmal spezielle Mineralien, die sich nicht im Rasenschnitt finden.

Zusammenfassung: Rasen düngen

  • Düngen Sie Ihren Rasen, um ihn mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen.
  • Lassen Sie Ihren Boden professionell untersuchen, um den passenden Dünger für Ihre Bedürfnisse zu finden.
  • Düngen Sie ungefähr zwei Mal im Jahr: im Frühjahr und im Herbst.
  • Stark strapazierte Rasenflächen können drei bis vier Mal im Jahr gedüngt werden.
  • Vertikutieren Sie Ihren Boden, um für eine gesunde Rasenstruktur zu sorgen.
  • Mulchmähen stellt eine kostengünstige und umweltfreundliche Alternative zum Düngen dar.