+ Click&Collect Bestellungen derzeit nicht möglich + Kontaktieren Sie unsere Fachhändler +

Was ist Mulchen?

Beim Mulchen wird von einem Mulchmäher gehäckseltes Gras als oberste lose Bodenschicht zurückgelassen. Daraus zieht der Rasen dann beste Nährstoffe.

RM-RM2R-AW-002

Was ist Mulchen?

Mulch bezeichnet im ökologischen Gartenbau organisches Material – etwa Laub oder Rasenschnitt –, welches dem Boden zugeführt wird, um ihn zu schützen und mit Nährstoffen zu versorgen. Man spricht also vom Mulchen, wenn man zerkleinerte Pflanzen als lose oberste Bodenschicht aufbringt. Die Mulch-Methode kann in fast jedem Gartenbereich angewandt werden und kann Hobbygärtnern helfen, Arbeit, Zeit und Geld gleichermaßen zu sparen.

Wie funktioniert das Mulchen?

Durch das Mulchen bleibt der Boden feucht und beschattet – dadurch kann Wasser besser in der Erde gespeichert werden, sie bleibt locker und vertrocknet nicht so schnell. Der Mulch dient zudem als Schutzschicht vor starkem Regen und kalten Temperaturen, was dem Wachstum der Pflanzen zugutekommt. Von Regenwürmern und anderen Bodenorganismen werden die Materialien im Boden schließlich zu wertvollem und natürlichem Dünger umgesetzt, der Rasenflächen und Gemüsebeeten wichtige Nährstoffe für ein gesundes Gedeihen zuführt.

Mulchmaterialien

Mulchmaterial verschiedenster Art ist natürlich auch im Handel zu erwerben. Dabei reicht das Sortiment von Rindenmulch zu Sägespänen. Doch wahrscheinlich sind Sie dank Ihrer Arbeit im Garten bereits ideal ausgestattet mit den typischen „Gartenabfällen“, die Sie als wertvollen Mulch wiederverwerten können.

Material Anwendung
Holziges Häckselgut
  • Für eingewurzelte Hecken und Bäume geeignet.
  • Ideal als Wegbelag
  • Durch den hohen Stickstoffanteil beim Verrotten kann das Pflanzenwachstum gebremst werden.
Rasenschnittgut
  • Kann für alle Bereiche verwendet werden.
  • Die Schicht auf Beeten und Pflanzen sollte ca. 2 – 3 cm dick sein.
  • Niemals dicke Schichten auftragen, dann verklumpt das Schnittgut und vermindert die Bodenatmung.
  • Niemals krankes Gras oder Grasschnitt mit Samenkapseln verwenden.
Laub
  • Birke, Ahorn, Buche sowie alle Obstarten können bedenkenlos verwendet werden.
  • Laub von Nussbäumen, Kastanien und der Eiche ist nur in kleinen Mengen und gemischt mit anderen Blättern für das Mulchen brauchbar.
  • Grund dafür ist die schwer abbaubare Gerbsäure, welche das Ernährungsgleichgewicht im Erdreich zum Negativen verändert.
Rindenmulch
  • Unterdrückt Disteln und anderes Unkraut.
  • Nur für Wege und unter Blumen, Obstbäumen und Büschen geeignet, da er Gerb- und andere Säuren an den Boden abgibt.
  • Für Gemüse und Stauden nicht geeignet.
  • Sollte für volle Wirksamkeit mindestens 10 cm hoch ausgelegt werden.
Kies, Splitt und Steine
  • Preiswert
  • Für mehrjährige Kräuter, Sträucher und Stauden
  • Empfehlung: Für sonnige Standorte helle Sorten wählen, die heizen sich nicht so schnell auf. Dunkle Sorten speichern Wärme länger.
  • Gut wasser- und luftdurchlässig
  • Aufgrund des Gewichts nicht geeignet für dichte Böden.

Gemüsebeet mit Petersilie und anderen Pflanzen nach dem Mulchen

Gemüsegarten mulchen

Im Gemüsebeet eignet sich am besten eine Mulchmischung, die regelmäßig aufgetragen wird. Bleiben Sie sparsam – der Mulch zieht auch Schnecken und Wühlmäuse an. Lieber öfter und mit unterschiedlichen Materialien mulchen, die die Zusammensetzung des Bodens und den Wachstum Ihrer Pflanzen unterstützen. Achten Sie darauf, dass Rasen- und Grünschnitt immer leicht getrocknet ist, bevor Sie ihn über das Beet geben.

Mulchmischung für das Gemüsebeet:

  • Untersaaten und Unterpflanzen
  • Laub
  • Stroh
  • Kompost
  • Rasenschnitt
  • Optimal: Radieschen, Kräuter, Kresse

Rasen mulchen –natürliche Pflege für ein sattes Grün

STIHL Benzin-Mulchmäher RM 2 beim Mulchen

Auch Ihr Rasen profitiert von organischem Mulch. Beim Mulchmähen führen Sie dem Grün nicht nur natürliche Nährstoffe zu, sondern Sie sparen auch Zeit und Kraft. Denn beim Rasen mulchen wird das Schnittgut nicht im Korb des Rasenmähers aufgefangen, sondern von den Messern des Mulchmähers fein gehäckselt und auf der Grasnarbe verteilt. So werden drei wichtige Arbeitsschritte der Rasenpflege – mähen, Schnittgut entsorgen und düngen – zu einem einzigen kombiniert. Das schont sowohl Umwelt als auch Geldbeutel.

Grünes Gras im Sonnenschein

Vorteile des Mulchmähens

Ein Langzeitversuch der Universität für Bodenkultur in Wien-Essling hat bewiesen, dass das Mulchmähen signifikante Vorteile bietet und das Wachstum von Rasenflächen fördert. Über vier Jahre hinweg wurde eine 1.000 Quadratmeter große Rasenfläche mit einem Standardmäher geschnitten und das Schnittgut jeweils konsequent entsorgt; mit Mineraldünger wurde gut gedüngt. Parallel wurde eine ebenso große Fläche mit einem Mulchmäher kultiviert und das Schnittgut jeweils liegen gelassen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

  • Konstant dichtere Grasnarbe und satteres Grün durch 21-maliges Rasen mulchen pro Jahr über die ganze Vegetationsperiode.
  • Höhere Wirksamkeit als die viermalige mineralische Düngung auf der Vergleichsfläche.
  • Die rückgeführten Nährstoffe entsprechen mengenmäßig wie auch im Verhältnis zueinander genau dem Bedarfsoptimum.

Gute Gründe, warum Rasen mulchen immer populärer wird

  1. Mulchmähen reduziert den Rasenfilz durch besseres Wachstum der Gräser. Ein gut mit Nährstoffen versorgter Rasen lässt keinen Raum für Unkräuter und Moos. Die ursprüngliche Artenzusammensetzung bleibt erhalten.

  2. Bei einem gut wachsenden Rasen fallen pro Jahr und Quadratmeter etwa eineinhalb bis zwei Kilo Schnittgut an, bei 1.000 m² Rasen also eineinhalb bis zwei Tonnen! Eine Entsorgung über die Grüne Tonne oder durch Kompostierung ist nicht immer möglich. Auch deshalb wird das Mulchmähen immer populärer.

Mulchmäher – erleichtern die Gartenarbeit, verbessern die Rasengesundheit

Weniger ist mehr – das gilt auch beim Rasen mulchen. Denn mit einem Mulchmäher von STIHL sparen Sie sich das Entleeren der Fangkörbe und das Entsorgen von Fangkorbinhalten. Positiver Nebeneffekt: Das Rasendüngen wird ebenfalls deutlich reduziert. Beim Mulchen werden die gerade gemähten Halme nämlich mithilfe von Mulchmessern so fein gehäckselt, dass sie direkt wieder als wertvoller Dünger auf den Rasen ausgeworfen werden. So sparen Sie Zeit und geben dem Boden direkt wieder die Nährstoffe zurück, die er braucht.

RM 4 RV
Der STIHL Benzin-Rasenmäher RM 4 RV ist ein Mulch-Experte. Das speziell geformte Mulchmesser schneidet das Gras stufenweise in feine Partikel, die dann in die Grasnarbe zurückfallen. So wird der Rasen mit wichtigen Nährstoffen versorgt.

RM-RM650V-AW-001

Tipps zum Mulchmähen

Wenn Sie beim Rasen mulchen die bestmöglichen Ergebnisse erzielen möchten, ist es wichtig, dass das Schnittgut auf der Rasenfläche verbleibt. Bitte beachten Sie, dass die anfallende Schnittmenge nicht zu groß ist und das Schnittgut fein zerkleinert und gleichmäßig verteilt wird. Der enthaltene Stickstoff wird rasch mineralisiert und damit wieder pflanzenverfügbar. Achten Sie beim Rasen mulchen aber auch auf die folgenden Hinweise, um bestmöglich von der Methode zu profitieren:

  • Rasen beim Mulchmähen etwas öfter mähen.
  • Nutzen Sie einen speziellen STIHL Mulchmäher. Er zerkleinert das Schnittgut besonders fein und verteilt es gleichmäßig. Alternativ bietet STIHL Mulchkits für die meisten Rasenmäher an, die sie so zu einem Mulchmäher umrüsten können. 
  • Beim Mähen sollte das Gras um etwa ein Drittel gekürzt werden, bei Trockenheit weniger.
  • Möglichst bei trockenem Gras mähen. Ist das Gras feucht, etwas langsamer fahren und weniger abschneiden.
  • Immer mit höchster Drehzahl (Vollgas) und gut geschärften Messern arbeiten.
  • Mähgehäuse öfter kontrollieren und von Schnittgutresten säubern.
  • Achten Sie auf überlappende Mähbahnen.
  • Sehr hohen Rasen immer stufenweise mähen.
  • Variieren Sie die Mährichtung. So werden die Gräser besser erfasst und das Schnittgut gleichmäßiger verteilt.

Zusammenfassung: Was ist Mulchen?

  • Mulchen beschreibt das Aufbringen von zerkleinerten Pflanzen oder auch anderem Material als lose, oberste Bodenschicht.
  • Mulch schützt den Boden und führt Nährstoffe zurück.
  • Nutzen Sie Ihre Gartenabfälle, um Mulch selbst herzustellen.
  • Achten Sie auf die richtigen Mulchmaterialien für verschiedene Gartenbereiche.
  • Beim Mulchmähen wird Rasenschnitt fein geschnitten und direkt auf dem Boden verteilt.
  • Studien belegen, dass Mulchmähen Zeit und Geld spart und gut für die Umwelt ist.