Hecke schneiden: So meisterst Du den Heckenschnitt

Unsere Ratgeber zeigen, wie Du Deine Hecke richtig schneidest. Mit nützlichen Tipps für verschiedene Pflanzen, Größen und Formen.

Kurzanleitung: Hecke richtig schneiden auf einen Blick

Du möchtest Deine Hecke richtig schneiden und in Form bringen? Hier sind die wichtigsten Grundregeln für einen erfolgreichen Heckenschnitt:

  • Der richtige Zeitpunkt: Um brütende Vögel zu schützen, ist ein radikaler Rückschnitt in Deutschland zwischen dem 01. März und 30. September verboten. Einen leichten Formschnitt (die Hecke stutzen) darfst Du aber ganzjährig durchführen, sofern keine Vögel im Geäst nisten.
  • Die optimale Form: Schneide Deine Hecke immer in Trapezform (unten breiter als oben). So bekommen auch die unteren Äste ausreichend Licht und verkahlen nicht.
  • Die Schnitt-Tiefe: Schneide beim regulären Pflegeschnitt den neuen Jahreszuwachs um etwa zwei Drittel zurück.
  • Das richtige Werkzeug: Nutze für hüft- bis brusthohe Hecken eine klassische Heckenschere. Für sehr hohe Hecken greifst Du idealerweise zu einem Heckenschneider.

 

A Song thrush mother feeding her hungry chicks in the nest

Um Vögel zu schützen, ist der Heckenschnitt gesetzlich geregelt.

Der richtige Zeitpunkt & Gesetzeslage: Wann Hecken schneiden?

Wenn Gartenbesitzer sich fragen: "Wann darf ich Hecken schneiden?", spielen sowohl die Pflanzenpflege als auch das Gesetz eine wichtige Rolle. Ein radikaler Schnitt zur falschen Zeit schadet der heimischen Tierwelt.

Die Schonzeit & gesetzliche Strafen (01. März bis 30. September)

Aus Gründen des Vogelschutzes regelt das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) in § 39 Abs. 5 ganz klar das Thema Heckenschneiden: Wann es erlaubt ist und wann nicht. In der Zeit vom 01. März bis 30. September ist es bundesweit streng verboten, Hecken zurückschneiden (radikal auf den Stock setzen) oder komplett zu entfernen. Wer dieses Gesetz missachtet, muss mit strengen Konsequenzen rechnen: Fällt für das illegale Hecke schneiden Strafe an, kann das Bußgeld je nach Bundesland bis zu 100.000 Euro betragen.

Wann ist welcher Schnitt erlaubt und ideal?

Um Deine Hecke gesund und dicht zu halten, empfiehlt sich folgender Rhythmus über das Jahr verteilt:

 

Der Frühjahrsschnitt (bis Ende Februar): Dies ist der ideale Zeitpunkt für den Hauptschnitt. Kurz bevor die Hecke im Frühling neu austreibt, darfst Du sie kräftig kürzen und stark in Form bringen.

 

Der Sommerschnitt (während der Schonzeit): Zwischen März und September sind lediglich leichte Pflege- und Formschnitte gestattet. Du darfst den neuen Jahreszuwachs einkürzen, um die Hecke in Form zu halten. Wichtig: Suche das Geäst vorher zwingend nach brütenden Vögeln ab. Nisten dort Vögel, muss auch der Formschnitt warten.

 

Der Herbst- und Winterschnitt (ab 01. Oktober): Ab Oktober ist die Schonzeit beendet. Jetzt kannst Du bei Bedarf wieder stärkere Rückschnitte durchführen oder alte Hecken verjüngen.

Hecke richtig schneiden: Heckenarten im Überblick

Vorsicht vor giftigen Hecken

Einige Sträucher und Hecken sind giftig. Da besonders die Samen in den leuchtend roten Eibenbeeren giftig sind, eignet sich die Eibe nicht für Haushalte, zu denen Kinder oder Haustiere gehören.

 

Die geschnittenen Triebe von Thuja, Lorbeerkirsche und Zypresse solltest Du nur mit Handschuhen anfassen.

 

Auch bei Liguster und Buchsbaum ist eine gewisse Vorsicht geboten. Achte deshalb bei der Gestaltung und Pflege Deiner Hecke auf das Tragen der passenden Schutzkleidung.

Ab dem zweiten Jahr können Hecken getrimmt werden.

Trimmen und schneiden junger Heckenpflanzen 

Gehe bei neu gepflanzten Hecken behutsam vor, um das Wachstum optimal zu fördern:

  • 1. Jahr: Nach dem Pflanzen solltest Du die Hecke zunächst gar nicht schneiden.
  • 2. Jahr: Jetzt kann die junge Gartenhecke leicht getrimmt und geformt werden. Kappe die Seitentriebe auf die Hälfte.

Wichtig: Lasse den Haupttrieb unbedingt unbeschädigt weiterwachsen, bis die Hecke die gewünschte Endhöhe erreicht hat.

Eine gespannte Schnur erleichtert den geraden Schnitt.

Das richtige Vorgehen beim Heckenschnitt 

Beim regulären Pflegeschnitt kürzst Du den seitlichen Jahreszuwachs um etwa zwei Drittel. Lasse die Haupttriebe unangetastet, bis die Wunschhöhe erreicht ist. Bei stark unförmigen oder löchrigen Hecken hilft oft nur ein Radikalschnitt.

STIHL Vorsichts-Tipp für Koniferen: Schneide bei Nadelgehölzen (wie Thuja) niemals tief in das alte Holz! Koniferen treiben nach einem Radikalschnitt nicht mehr aus und bleiben kahl. Die einzige Ausnahme bildet die Eibe, die auch rabiate Schnitte gut verträgt.

Technik zum Schneiden mittelhoher Hecken mit der Heckenschere

Hecke in Trapezform schneiden

Die goldene Regel für jede Hecke ist der Schnitt in Trapezform (unten breit, nach oben hin schmaler zulaufend). Diese Form hat zwei entscheidende Vorteile:

  • Lichtzufuhr: Auch die unteren Äste bekommen ausreichend Sonnenlicht und verkahlen nicht.
  • Schneelast: Im Winter sammelt sich auf der schmaleren Krone deutlich weniger Schnee. Der Schnee kann zudem leichter an den schrägen Seiten abrutschen, ohne die Äste zu brechen.

Eine Schablone gibt die gewünschte Form vor.

Der richtige Formschnitt

Manche Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer haben den Anspruch, Sträucher ebenso wie Hecken in eine schöne Form zu bringen.
Mithilfe einer Pappschablone oder einer gespannten Schnur gelingt der richtige Formschnitt.  

Blickdichte Hecke: So beseitigst Du Schönheitsfehler

Für Schönheitsfehler in der Hecke gibt es oft eine einfache Lösung: viel Licht. Kleinere Lücken schließen sich schnell, wenn sie genug Sonne abbekommen. Entferne daher benachbarte Äste oder andere Schattenspender, um für ausreichend Helligkeit an der Lücke zu sorgen. Vorsicht ist geboten bei Thujahecken, da sie keinen tiefen Schnitt ins Holz verzeihen.  

Größere Lücken verschwinden, indem Du angrenzende Triebe an einem geraden Stock oder einer Bambusstange entlang über die offene Stelle führst. Die Triebe der Hecke bindest Du jeweils am Stock locker fest.

Denke nach dem Heckenschnitt daran, das Schnittgut zu entsorgen. Verbleiben Reste auf dem Rasen, wird dessen Wachstum behindert und es können kahle Stellen entstehen.

Kehre den Grünschnitt am besten mit einem Fächerbesen zusammen oder beseitige ihn mit einem Akku-Blasgerät, wie dem STIHL BGA 56. Alternativ kannst Du auch vor dem Schneiden der Hecke eine textile Unterlage wie zum Beispiel ein altes Bettlaken ausbreiten, das den Grünschnitt auffängt. Besonders bei Hecken mit sehr kleinen Blättern wie dem Buchsbaum erspart das viel Arbeit, da das Schnittgut so einfach gesammelt und entsorgt werden kann.

Hecke schneiden mit bewährten STIHL Geräten

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Hohe, breite Hecken sind für Heckenschneider kein Problem.

Heckenschneider

Mit einem STIHL Heckenschneider erreichst Du auch besonders hohe, lange oder überbreite Hecken. Der jeweils optimale Winkel lässt sich komfortabel an dem um bis zu 145 Grad drehbaren Messerbalken einstellen.

Heckenschneider eignen sich sowohl für Profis in der Landschaftspflege als auch für anspruchsvolle Privatanwender/-innen.

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Heckenscheren sind für hüfthohe Hecken ideal.

Heckenscheren

STIHL Heckenscheren werden speziell für kräfteschonende, anspruchsvolle Pflege von dicht gewachsenen und besonders langen Hecken entwickelt. 

Das doppelseitige Schneidemesser schneidet sowohl in waagerechter als auch senkrechter Position präzise. STIHL Heckenscheren spielen ihre volle Stärke bei hüft- bis brusthohen Hecken aus.

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