Rasen anlegen und Rasen säen: nachhaltig für gesundes Wachstum sorgen

Ein richtig angelegter Rasen ist die Basis für schönes, frisches Grün im Garten. Lerne mit unserer Anleitung, wie Du Rasen richtig anlegst.

Kurzanleitung: Rasen neu anlegen auf einen Blick

Wenn Du einen neuen Rasen anlegst oder Rasen pflanzen möchten, ist die richtige Vorbereitung entscheidend für ein dichtes Grün. Hier sind die wichtigsten Fakten für Dein Projekt:

  • Der richtige Zeitpunkt: Plane die Aussaat idealerweise im Frühjahr (April bis Mai) oder im frühen Herbst (August bis Oktober).
  • Die Bodenvorbereitung: Lockere den Boden tiefgründig auf, entferne Steine und lasse die Erde vor der Aussaat eine Woche ruhen.
  • Das Rasen säen: Streue die Samen gleichmäßig aus (ca. 15 bis 20 Gramm pro Quadratmeter), harke diese leicht ein und walze den Boden.
  • Die Keimzeit: Halte die Fläche konstant feucht. Je nach Rasensorte keimt das Saatgut nach etwa 7 bis 20 Tagen.

Rasen säen: Wann und wie lange dauert es? Der perfekte Zeitplan

Wenn Du Deinen Rasen richtig anlegen willst, kommt es auf den optimalen Zeitpunkt und die Dauer, bis die Fläche nutzbar ist, an.

Wann Rasen säen? Welcher Monat ist ideal?

Der beste Zeitpunkt, um Rasen neu anzulegen, liegt im Frühjahr (zwischen April und Mai). In dieser Zeit ist der Boden bereits aufgewärmt und die Wachstumsperiode wird nicht mehr durch starken Frost unterbrochen. Das Gras kann sich über den Sommer gut entwickeln und wird resistent. Alternativ kannst Du zwischen August und Oktober säen. Der Spätsommer bietet den Vorteil, dass der Boden noch die Restwärme des Sommers speichert und Unkraut weniger aggressiv wächst.

Wann keimt Rasen und wie lange braucht er zum Wachsen?

Die Frage, wie lange Rasen zum Wachsen braucht, hängt stark von der Saatgut-Qualität, der Bodentemperatur und der Feuchtigkeit ab. Ist der Boden konstant wärmer als 10 °C und wird durchgehend feucht gehalten, zeigen sich die ersten zarten Halme nach 7 bis 20 Tagen.

Wichtig zu wissen: Während günstige Supermarkt-Mischungen oft schon nach wenigen Tagen unkontrolliert sprießen, brauchen hochwertige, langlebige Rasensorten etwas mehr Geduld und keimen meist erst nach 2 bis 4 Wochen. Betreten darfst Du die Fläche erst nach dem ersten vorsichtigen Mähen (wenn die Halme ca. 10 Zentimeter hoch sind). Voll belastbar ist Dein neuer Rasen nach etwa 2 bis 3 Monaten.

Rasen anlegen: Schritt für Schritt erklärt

STIHL Tipp

Die längere Keimzeit und der höhere Preis einer hochwertigen Rasensorte lohnen sich. Diese Mischungen sind beständiger und der Rasen macht Dir viele Jahre lang Freude, außerdem musst Du ihn seltener mähen. Günstige Mischungen weisen meist nach zwei Jahren Mängel auf, die sich selbst mit erstklassigen Pflegemitteln nicht beheben lassen. Wenn Du Rasen säen möchtest, investiere daher ruhigen Gewissens in eine hochwertige Rasenmischung – die Investition macht sich im Laufe der Jahre bezahlt.

Material und Werkzeug

Ordentlich sortiertes Material und Werkzeug zum Anlegen des Rasens
Um einen Rasen anzulegen, benötigst Du die passenden Utensilien.

So klappt das Rasen anlegen: Auswahl der passenden Rasensorten und Rasenmischungen für Deinen Garten

Wenn Du neuen Rasen anlegen möchtest, hängt die Wahl der Rasensorte stark davon ab, wie Du Deinen Rasen nutzt und wie er liegt. Du hast die Wahl zwischen strapazierfähigen und pflegeintensiven Rasentypen. Die klassischen Rasensorten sind:

  • Sport- und Spielrasen
  • Zierrasen
  • Schattenrasen
  • Hitze- und Trockenrasen

Die jeweiligen Rasensamen enthalten verschiedene Grassorten in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen. Die folgenden drei Grundarten sind in jeder Rasenmischung enthalten:

  • Weidelgras (Lolium perenne): Dieses Gras wächst und keimt schnell. Es ist robust und kann bedenkenlos betreten werden, braucht allerdings viel Wasser.
  • Wiesenrispe (Poa pratensis): Diese Grassorte wächst dicht und bildet viele Ausläufer. Es braucht 3 bis 4 Wochen zum Keimen und verschwindet bei schlechter Pflege.
  • Rotschwingel (Festuca rubra): Dieses strapazierfähige Gras hat relativ breite Blätter und bleibt Dir auch bei weniger intensiver Pflege erhalten. Außerdem ist es für sehr tiefe Schnitte geeignet.

Die genaue Mischung dieser und weiterer Grassorten entscheidet dann über die Rasenart.

Sport- und Spielrasen

Sport- und Spielrasen ist der ideale Rasen zum Toben, Spielen und Liegen. Er ist robust und hat eine widerstandsfähige Grasnarbe. Hat der Hund sich darauf ausgetobt oder ist das Kind beim Fußballspielen ausgerutscht, wachsen die entstandenen Macken schnell wieder zu. Für den Familiengarten ist diese Rasensorte demnach perfekt geeignet.

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Für diesen strapazierfähigen Rasen eignet sich besonders das Wiesenrispengras mit seinen verschiedenen Sorten. Beachte die Keimzeit von 3 bis 4 Wochen und den hohen Wasser- und Düngerbedarf.

Auch das Weiße Flechtstraußgras ist in Rasenmischungen für robusten Rasen oft enthalten. Es verträgt Nässe, ist trittfest und effektiv im Narbenschluss. Allerdings neigt es zum Verfilzen und muss oft vertikutiert werden.

Zierrasen

Der Zierrasen hat sehr feine, sattgrüne Gräser und eine dichte, einheitliche Grasnarbe. Diese Rasensorte kannst Du sehr tief schneiden, sodass der Rasen dem beliebten Golfrasen ähnelt. Allerdings ist Zierrasen sehr empfindlich und deshalb nicht zum Spielen geeignet. Als saftig grüne Augenweide zwischen Gartenwegen ist der pflegeintensive Rasen jedoch ideal.

Der ansehnliche Zierrasen besteht fast nur aus Rotschwingel und feinblättrigen Weidelgrassorten. Auch diese Grassorten neigen zur Filzbildung und müssen regelmäßig vertikutiert werden.

Schattenrasen

Der Name dieser Rasensorte kann irreführend sein: Auch Schattenrasen braucht Sonnenlicht, denn kein Rasen wächst ganz ohne Sonne. Allerdings genügen dem Schattenrasen 3 bis 4 Stunden Sonnenlicht pro Tag, um gesund zu bleiben. Er ist hervorragend für den Halbschatten geeignet und kann zum Beispiel unter großen Bäumen angelegt werden.

Diese Rasensorte ist trittfest, muss aber gut gegossen und gepflegt werden. Schneide Schattenrasen nicht zu tief; die Halme sollten 6 bis 8 Zentimeter hoch stehen bleiben.

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Rasenmischungen für Schattenrasen beinhalten meist die folgenden vier Grassorten: Das Läger-Rispengras (Poa supina, auch ‚Supranova’ genannt) ist hellgrün bis saftig grün, hat oberirdische Ausläufer und gilt allgemein als sehr trittfest. Es benötigt viel Wasser und Dünger. Ebenso wie die oft verwendete Sorte Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa) braucht es nicht viel Sonne.  
 
Der Rotschwingel unterscheidet sich mit seinen breiteren Blättern optisch etwas von den üblichen Gräsern. Der Härtliche Schwingel (festuca ovina duriuscula, auch ‚Schafschwingel’ genannt) hat neben seiner guten Schattenverträglichkeit einen sehr niedrigen Bedarf an Nährstoffen und gedeiht deshalb gut auf trockenen und leichten Böden.

Hitze- und Trockenrasen

Je heißer der Sommer, desto aufwendiger die Rasenpflege. Das muss aber nicht sein: Hitze- und Trockenrasen wurzelt besonders tief und zieht sich das nötige Wasser aus tieferen Erdschichten. Dadurch ist er Hitzeperioden gegenüber relativ unempfindlich.

Achte bei diesen hitzebeständigen Rasensorten darauf, im ersten Jahr normal und regelmäßig zu wässern, damit die Wurzeln tief genug wachsen können. So erreicht der Rasen im zweiten Jahr seine volle Leistungsfähigkeit. Der Trockenrasen unterscheidet sich durch die breitblättrigen Gräser von den klassischen Rasensorten.

Eine eventuelle Nachsaat muss mit der gleichen Rasenmischung erfolgen, damit die Grasnarbe farblich gleich bleibt. Der breitblättrige Rohrschwingel (Festuca arundinacea) wurzelt sehr tief und geht gut mit Hitze und Trockenheit um. Am besten säst Du den Trockenrasen zwischen September und Anfang Oktober, dann ist der Rasen im Folgejahr schon deutlich robuster. 

Trockenrasenmischungen bestehen meist zu 70 % aus Rohrschwingel, den Rest machen das Wiesen-Rispengras (20 %) und das Deutsche Weidelgras (10 %) aus.

Grüner Tipp

Eine Wildblumenwiese oder selbst bepflanzte Blumenkästen sind wichtig für Insekten und kommen der Artenvielfalt zugute. Greife dafür am besten zu Mischungen mit regionalen Pflanzenarten. Deine Wiese brauchst Du übrigens nur zweimal jährlich zu mähen – Anfang März und dann im Juli oder August nach der ersten Blüte.

Überlasse das Rasenmähen Deinem iMOW®

RSM – die Regel-Saatgut-Mischung

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Regel-Saatgut-Mischungen enthalten hochwertige Gräsersorten.

Regel-Saatgut-Mischungen (RSM) enthalten ausschließlich Rasensamen hochwertiger Gräsersorten, die speziell für die Verwendung als Rasen gezüchtet wurden. Die Mindestkeimfähigkeit ist meist höher als gesetzlich gefordert und beträgt zwischen 75 und 80 %. Diese Rasenmischungen bestehen aus drei bis vier Gräserarten und sind auf den Verwendungszweck abgestimmt.

Regel-Saatgut-Mischungen erkennst Du an einem grünen Aufkleber, der die enthaltenen Gräser ausweist. Günstigere RSM-Packungen haben statt des Aufklebers einen entsprechenden Aufdruck mit einem grünen Kasten.

RSM-Sorten und ihr Nutzen

Name Verwendungszweck
RSM 1.1 Zierrasen
RSM 2.1 Gebrauchsrasen Standard
RSM 2.2 Gebrauchsrasen Trockenlage
RSM 2.3 Gebrauchsrasen Spielrasen
RSM 2.4 Gebrauchsrasen Kräuterrasen
RSM 3.1 Sportrasen Neuanlage
RSM 3.2 Sportrasen Regeneration

Wann sollte man einen Rasen anlegen?

Der beste Zeitpunkt, um Rasen neu zu säen, liegt im Frühjahr zwischen April und Mai, wenn die Wachstumsperiode nicht durch frostige Temperaturen unterbrochen wird. Dadurch kann sich der Rasen über Sommer und Herbst gut und gesund entwickeln. So wird er resistenter gegenüber Frost, Feuchtigkeit und Unkraut als ein im Herbst angelegter Rasen. Alternativ kannst Du Deinen Rasen zwischen August und Oktober neu anlegen. Die Aussaat im Sommer ist theoretisch ebenfalls möglich. In diesem Fall solltest Du die hohen Temperaturen mit einer besonders hohen Wasserzufuhr ausgleichen.

 

Das richtige Gerät finden

Die Wahl des passenden Rasenmähers oder Mähroboters ist der erste Schritt auf dem Weg zum gepflegten Rasen. STIHL bietet Dir viele leistungsstarke Modelle für Deinen Traumrasen.

Thomas Kettner Fashion Photographer 2016

Bis der Rasen keimt, ist Geduld gefragt.

Benzin-, Elektro- oder Akku-Rasenmäher

Hohe Qualität, durchdachte Ausstattungsmerkmale und attraktives Design sind in all unseren Modellen vereint – ob Benzin-, Elektro- oder Akku-Rasenmäher. Finde den Rasenmäher, der optimal zu Deinen Anforderungen passt.

Hinweis: Erstes Mähen nur mit frisch geschärften Messern durchführen, damit die zarten Gräser geschnitten und nicht gerissen werden.

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Die nächste Generation der iMOW® Mähroboter bringt Deinen Rasen in Top-Form – und zwar smart, schnell und vollautomatisch. Es erwartet Dich ein perfektes Schnittbild bei kurzen Mähzeiten.

Rollrasen statt Rasen säen: Eine gute Alternative?

Einen klassischen Saatrasen selbst anzulegen ist nicht schwierig, erfordert aber viel Geduld. Einen Rollrasen zu verlegen, der bereits als Fertigrasen angeliefert wird, wirkt da oft verlockender. Am Ende zählt nur, wie schnell man sich einen voll belastbaren Rasen wünscht – in allen anderen Aspekten ist der Saatrasen die ökonomischere Wahl. 

Rollrasen statt Rasen säen: Eine gute Alternative?

Einen klassischen Saatrasen selbst anzulegen ist nicht schwierig, erfordert aber viel Geduld. Einen Rollrasen zu verlegen, der bereits als Fertigrasen angeliefert wird, wirkt da oft verlockender. Am Ende zählt nur, wie schnell man sich einen voll belastbaren Rasen wünscht – in allen anderen Aspekten ist der Saatrasen die ökonomischere Wahl. 

Vorteile des Rollrasens Nachteile des Rollrasens

Rollrasen kann nach dem Verlegen und Anwalzen sofort betreten werden. Er ist, verglichen mit dem Saatrasen, nach deutlich kürzerer Zeit voll belastbar.

 

Bei größeren Flächen ist der Rollrasen weitaus mühsamer zu verlegen als die Ansaat des klassische Saatrasens.
Fertigrasen ist bereits dicht mit Rasenpflanzen bewachsen und ist somit weniger anfällig für Unkraut.

Rollrasen ist wesentlich teurer als ein selbst angelegter Rasen.
Verlegung ist technisch nicht anspruchsvoll.

Rollrasen muss zu einem bestimmten Termin geliefert und umgehend verlegt werden, sonst drohen Fäulnis und Verfärbungen.

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